Wenn Antibiotika nicht mehr wirken – Fragen und Antworten

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Ein Mann zeigt auf eine Petrischale mit unterschiedlichen Antibiotikaproben.

Petrischale mit Proben: Wenn Antibiotika ihre Wirkung verlieren, sind wir alle gefährdet.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa/picture alliance

Was sind Antibiotika-Resistenzen?

Bei einer Antibiotika-Resistenz entwickeln sich Bakterien so, dass sie gegen Antibiotika-Wirkstoffe unempfindlich werden. Immer, wenn Antibiotika eingesetzt werden, fördert das auch Resistenzen: Denn empfindliche Bakterien werden abgetötet – die resistenten aber überleben und vermehren sich weiter.

Antibiotika sind Medikamente, die gegen bakterielle Infektionen eingesetzt werden – mit hoher Wirksamkeit. Dabei können Sie oft lebensrettend sein.

Warum sind Resistenzen so gefährlich?

Wenn ein Antibiotikum seine Wirkung verliert, sind wir alle gefährdet. Denn Infektionen mit resistenten Erregern lassen sich schwieriger behandeln und können einen komplizierteren Verlauf nehmen. Bisher gut behandelbare Infektionen können sogar lebensbedrohlich werden.

Leider nehmen Antibiotika-Resistenzen weltweit zu. Sie sind derzeit eine der größten Herausforderungen für die globale Gesundheit.

Mehr Infos zu Antibiotika-Resistenzen finden Sie auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts .

Was kann ich selbst tun, um Antibiotika-Resistenzen zu verringern?

Um diese Entwicklung einzuschränken, ist ein verantwortungsvoller Einsatz von Antibiotika notwendig. Denn Antibiotika-Resistenzen entstehen, wenn Antibiotika nicht richtig angewendet werden.

Für einen verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika ist es wichtig, dass sie nur dann eingesetzt werden, wenn es wirklich notwendig ist – wenn also eine Ärztin oder ein Arzt eine Krankheit festgestellt hat, die durch Bakterien ausgelöst wurde und mit Antibiotika behandelt werden muss.

Außerdem wichtig: Falls Ihnen Ihr Arzt oder Ihre Ärztin ein Antibiotikum verschrieben hat, nehmen Sie das Medikament nach den ärztlichen Anweisungen.

Infor­ma­tionen darüber, was Patienten bei der Ein­nahme von Anti­bio­tika beachten sollten, sind auf den Internet­seiten der Bundes­zentrale für gesund­heit­liche Auf­klärung (BzgA) abrufbar.

Was steckt hinter der Abkürzung DART?

„DART“ bedeutet „Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie“. Diese bündelt Maßnahmen, mit denen Antibiotika-Resistenzen vermieden werden sollen. Die Strategie wurde 2008 von der damaligen Bundesregierung entwickelt. 2015 wurde dann die Fortentwicklung „DART 2020“ beschlossen.

Nun folgt die Weiterentwicklung „DART 2030“ . Die neue Strategie, die das Bundeskabinett am 5. April 2023 beschlossen hat, baut inhaltlich auf der Vorgängerstrategie auf und setzt dort neue Schwerpunkte – zum Beispiel für die ambulante ärztliche Versorgung, bei der mehr als 80 Prozent der Antibiotika verordnet wird.