Bundeswehr sorgt weiterhin für Sicherheit im Südsudan

Beteiligung an Mission Unmiss wird verlängert Bundeswehr sorgt weiterhin für Sicherheit im Südsudan

Der Einsatz der Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr bei der Mission Unmiss im Südsudan soll bis zum 31. März 2022 verlängert werden. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Der Deutsche Bundestag hat zugestimmt. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Bundeswehreinsatz im Südsudan.

UN-Flagge im Südsudan.

Der Südsudan ist weiter auf die intensive Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft angewiesen.

Foto: UN Photo/JC McIlwaine

Was hat die Bundesregierung beschlossen?

Deutschland wird sich weiterhin bis zum 31. März 2022 an der Mission der Vereinten Nationen in der Republik Südsudan (United Nations Mission in the Republic of South Sudan – Unmiss) beteiligen. Das Mandat erlaubt den Einsatz von bis zu 50 Soldatinnen und Soldaten.

Was ist das Ziel der Mission?

Die Mission umfasst den Schutz von Zivilpersonen sowie Unterstützung beim Friedensprozess und der Umsetzung des Friedensabkommens vom 12. September 2018. Sie wurde vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen und bleibt für die Stabilisierung und langfristige friedliche Entwicklung Südsudans und seine leidgeprüfte Zivilbevölkerung unverzichtbar.

Wie sieht der deutsche Beitrag aus?

Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr sollen in Führungsstäben der Mission sowie als Beratungs-, Verbindungs- und Beobachtungsoffiziere eingesetzt werden. Darüber hinaus kann deutsches Personal im Bedarfsfall die Aus- und Fortbildung von Angehörigen der Vereinten Nationen zeitlich befristet unterstützen.

Warum ist die Verlängerung notwendig?

Der Südsudan ist weiterhin auf die intensive Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft angewiesen. Es kommt weiterhin zu Verletzungen des Waffenstillstandsabkommens und zum Einsatz von Gewalt, die häufig kriminell motiviert ist. Leidtragende sind die Bevölkerung und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vereinten Nationen und humanitäre Heferinnen und Helfer.

Die Bundesregierung trägt daher erheblich zur Stabilisierung in Südsudan und der Region bei. Das deutsche Engagement bei Unmiss ist Teil langjähriger Bemühungen um nachhaltige Konfliktbewältigung und Friedensförderung, die ihre Grundlagen in den afrikanischen Leitlinien "Krisen verhindern, Konflikte bewältigen, Frieden fördern" haben.

Welche Hilfe leistet Deutschland auch in der Entwicklungszusammenarbeit?

Die Bundesregierung unterstützt die südsudanesische Bevölkerung in dieser Krise durch einen integrierten Ansatz über die Beteiligung an Unmiss: Neben umfangreicher humanitärer Hilfe sind die Maßnahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit auf die Sicherung der Existenzgrundlagen im Bereich Ernährungssicherung, Wasser- und Sanitärversorgung ausgerichtet.

Südsudan bleibt von einer drängendsten humanitären Krisen weltweit betroffen. Von etwa 12 Millionen Einwohnern sind derzeit circa 7,5 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Circa 1,6 Millionen Menschen innerhalb des Landes vertrieben worden und circa 2,2 Millionen Menschen sind in die Nachbarstaaten geflüchtet. Dies ist die drittgrößte Flüchtlingskrise weltweit.

Bei der Bundeswehr lesen Sie weitere Informationen zum  Einsatz im Südsudan.

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