Nachfrage nach Wasser steigt stetig

Weltwassertag Nachfrage nach Wasser steigt stetig

Wasser ist die wichtigste Ressource für den Menschen – ohne Wasser kein Leben! Wasser ist durch nichts zu ersetzen, doch das Angebot ist begrenzt und die Nachfrage steigt stetig. Wie wichtig Wasser ist, unterstreicht der Weltwassertag am 22. März. Die Bundesregierung fördert die Wasserforschung mit 350 Millionen Euro.

Weltwassertag am 22. März - Wasserhahn mit Tropfen

Der Weltwassertag am 22. März erinnert an die Bedeutung und Bedrohung dieses wichtigen Lebenselementes.

Foto: BMU / Brigitte Hiss

Warum ist Wasser so wichtig?

Wasser ist die Grundlage allen Lebens und ein unverzichtbares Gut. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel, sich ändernde Konsummuster und das Bevölkerungswachstum ist es hilfreich, Wissen über die Bedeutung und Leistung des Wassers in allen Bereichen des Lebens und für die biologische Vielfalt zu haben. Wasser ist eine begrenzte Ressource, deren Wert es zunächst zu erkennen gilt, um es schätzen und schützen zu können.

Gibt es auf der Welt nicht genug Wasser?

Rund 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Aber nur weniger als ein Prozent der vorhandenen Wassermenge kann vom Menschen als Süßwasser genutzt werden. Mit dem Wachstum der Weltbevölkerung hat sich auch die Wassernutzung seit 1950 etwa verdreifacht. Bedingt durch demografischen Wandel, Klimawandel und globales Wirtschaftswachstum wird der Nutzungsdruck auf die begrenzten Wasserressourcen weiterhin stark ansteigen.

Seit wann gibt es den Weltwassertag?

Der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen seit 1993 aufrufen, erinnert alljährlich an die Besonderheiten der essenziellsten Ressource allen Lebens. Der Weltwassertag 2021 steht unter dem Motto "Valuing Water - Wert des Wassers". Mit diesem Jahresthema wollen die Vereinten Nationen Menschen dazu aufrufen, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinen Wert zu machen. Dies geht weit über den finanziellen Gesichtspunkt hinaus und umfasst auch den ökologischen, sozialen sowie kulturellen Wert von Wasser.

Wie engagieren sich die Vereinten Nationen?

In der 66. Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde im Dezember 2016 die Ausrufung der UN-Wasserdekade vom 22. März 2018 bis zum März 2028 beschlossen. Diese verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele:

  • Verbesserung der Wissensverbreitung zum Thema Wasser und Gewässerschutz, einschließlich Informationen zu wasserbezogenen Sustainable Development Goals (SDGs)
  • Stärkung der Kommunikationsmaßnahmen zur Umsetzung der wasserbezogenen Ziele

Wo ist das Recht auf sauberes, für alle zugängliches Wasser verankert?

Die Vereinten Nationen heben in der Agenda 2030 die globale Bedeutung der Ressource Wasser hervor. Die Verfügbarkeit und die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser sowie eine Sanitärversorgung für alle sind das sechste Nachhaltigkeitsziel (SDG 6). Damit auch in Zukunft genug sauberes Wasser für Mensch, Umwelt und Wirtschaft verfügbar ist, braucht es einen wirkungsvollen Schutz und eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. 

Was tut die Bundesregierung für sauberes Wasser?

Die Bundesregierung hat sich den UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet und die 17 SDGs in die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie übertragen.

Speziell für sauberes Wasser hat die Bundesregierung das Forschungsprogramm  „Wasser:N – Forschung und Innovation für Nachhaltigkeit“ eingerichtet. Daran sind neben dem federführenden Bundesforschungsministerium (BMBF) das Auswärtige Amt (AA) sowie die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), für Gesundheit (BMG), für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt.

Das Förderprogramm baut auf dem BMBF-Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement“ (NaWaM) auf. Innerhalb des Programms „Wasser: N“, das Teil der FONA-Strategie „Forschung für Nachhaltigkeit“ ist, werden alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten systematisch gebündelt und abgestimmt. 

Wie sieht der finanzielle Rahmen des Forschungsprogramms aus?

Für das Programm mit einer fünfjährigen Laufzeit stehen rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den Schwerpunkthemen von „Wasser: N“ gehören sauberes Wasser, intakte Ökosysteme, urbane Wasserinfrastrukturen, ressourceneffiziente Wasserkreisläufe, Wasserextremereignisse sowie optimiertes Wassermanagement.

Wo finde ich innovative Produkte aus der Wasserforschung? 

Das kostenlose Online-Angebot „Innovationsatlas Wasser“ präsentiert nun innovative Produkte aus der BMBF-geförderten Wasserforschung. Dies umfasst neben Technologien und Verfahren auch Managementkonzepte, Software-Tools und Bildungsmaterialien zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Der Innovationsatlas wird ständig aktualisiert und um relevante Ergebnisse aus aktuellen Fördermaßnahmen erweitert.

Was macht die Bundesregierung auf internationaler Ebene?

Die Bundesregierung ist dem Aufruf der Wasserdekade der Vereinten Nationen gefolgt und setzt sich neben einem zweijährigen nationalen Wasserdialog auch in einem internationalen Wasserdialog für nachhaltiges Wasserressourcen- und Gewässermanagement ein. Dafür hat das Bundesumweltministerium im Auftrag der Bundesregierung die Water Dialogues for Results ins Leben gerufen. Dieser internationale Wasserdialog findet von Februar bis Juli 2021 gemeinsam mit UN-Mitgliedsstaaten aus dem globalen Norden und Süden und internationalen Major Groups statt. Als Abschluss der Water Dialogues for Results findet am 1. Juli 2021 in Bonn eine hochrangige Ministerkonferenz statt. Damit wird das Momentum der Wasserdekade genutzt, um Veränderungen im globalen Umgang mit Wasser anzustoßen.