Aktionswochen zum Bioabfall

Tonnenweise Rohstoffe

Wohin mit der Bananenschale? Und was machen mit den verwelkten Blumen? Schnell landen sie im Restmüll. Doch viele unserer Küchen- und Gartenabfälle sind kein "Müll" – sondern wertvolle Rohstoffe. Darauf macht die "Aktion Biotonne Deutschland" aufmerksam.

Über Kopf Ansicht von Obst- und Gemüseresten in einem weißen Emaillebehälter, bereit zum Verarbeiten im Kompost. Biomüll, Bio, Müll, Biotonne, Sammeltonne mit Obst-, Gemüse- und andere Lebensmittelabfälle, Biomüll,

Wer kompostierbare Küchenabfälle in der Biotonne entsorgt, leistet einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.

Foto: Getty Images

Fast die Hälfte unserer Haushaltsabfälle sind kompostierbare "Naturabfälle". Ob Gemüsereste, Kaffeesatz oder Kartoffelschalen – sie gehören in die Biotonne. Doch das funktioniert nicht immer: Bis heute landet rund ein Drittel von ihnen in der schwarzen Restmülltonne.

Das zu ändern, ist Ziel der "Aktion Biotonne Deutschland". Immer mehr Menschen sollen dazu bewegt werden, mitzumachen und ihre Bioabfälle getrennt vom Restmüll zu sammeln. Denn tatsächlich sind sie alles andere als unbrauchbarer Müll – sondern wertvolle Rohstoffe.

Jede Tonne ist Beitrag zum Klimaschutz

Vom 8. bis 29. September 2018 laufen die bundesweiten "Aktionswochen zur Biotonne". In dieser Zeit informieren viele Städte und Gemeinden über die Biotonne.

Auch Bundesumweltministern Svenja Schulze wirbt im Rahmen der Aktionswochen für die getrennte Sammlung von kompostierbaren Küchen- und Gartenabfällen: "Mit der Biotonne leisten wir jeden Tag einen wichtiger Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz". Deshalb sei es auch so wichtig, "dass alle Kommunen die Biotonne flächendeckend einführen".

Die "Aktion Biotonne Deutschland" wird vom Bundesumweltministerium, dem Verband kommunaler Unternehmen, dem Naturschutzbund und anderen Verbänden und Organisationen unterstützt. Sie hilft den Kommunen bei der Abfallberatung vor Ort.

Bioabfall ist wertvoller Energielieferant

Der gewonnene Kompost kann Kunstdünger und Torf ersetzen sowie die Bodenqualität im Gartenbau und in der Landwirtschaft verbessern. Das bei der Vergärung entstehende Biogas erzeugt Strom oder Heizwärme und ersetzt damit fossile Energieträger.

Aus einer Tonne Bioabfall kann beispielsweise genug Wärmeleistung gewonnen werden, um ein 120 m² großes Niedrigenergiehaus elf Tage lang heizen zu können. Alternativ kann eine Energiesparlampe mit elf Watt 26 Monate zum Leuchten gebracht werden.

Tonnen werden gestellt

Klar ist: Es lohnt sich, Bioabfall getrennt zu sammeln. Deshalb sind öffentlich-rechtliche Entsorger seit 2015 auch dazu verpflichtet. Damit die "sortenreine" Trennung so einfach wie möglich ist, werden die Biotonnen von Städten, Gemeinden oder Landkreisen zur Verfügung gestellt. Fehlt sie noch vor der eigenen Haustür, können sie dort angefordert werden.

Was kommt rein?
Mehr als 100 Abfälle können in der Biotonne entsorgt werden. Wer sich unsicher ist, kann auf der Seite des Bundesumweltministeriums nachschauen. Da die Verwertungsmöglichkeiten und Behandlungsanlagen nicht überall identisch sind, lohnt zusätzlich die Kontaktaufnahme mit der lokalen Stadt-, Gemeinde- oder Kreisverwaltung.

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