Akteure

Wissenschaft und Forschung

Der fortschreitende Klimawandel, knapper werdende Ressourcen und ein immer höherer Energiebedarf gehören zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Gerade Wissenschaft und Forschung können hierzu die notwendigen Lösungen bieten. Dabei bedarf es eines umfassenden Ansatzes, der die ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Belange gleichermaßen berücksichtigt.

Algen für die Zuchtanlage

Eine Frau im Labor

Foto: picture alliance

Überall finden sich Möglichkeiten, um mit weitaus geringeren Belastungen einen größeren Nutzen für Mensch und Umwelt zu erreichen: sei es im Gesundheitswesen, in der Land- oder Forstwirtschaft, in der Produktion und Nutzung von Gütern, im Verkehr oder bei der Bereitstellung und Verwendung von Energie.

Um in den Leitmärkten für Umwelttechnologie und Ressourcenschutz erfolgreich zu sein, müssen die Rahmenbedingungen für Innovationen sowie Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft exzellent sein. Eine internationale Ausrichtung gehört selbstverständlich auch dazu.

Wissenschaftsjahre widmen sich der Nachhaltigkeit

Das Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt ERDE - stand ganz im Zeichen der Forschung für nachhaltige Entwicklungen. Über 1.000 Veranstaltungen beschäftigten sich seitdem im Rahmen des Wissenschaftsjahres mit großer Resonanz mit den zentralen Fragen: "Wie wollen wir leben?", "Wie müssen wir wirtschaften?" und "Wie können wir unsere Umwelt bewahren?"

Das Wissenschaftsjahr 2013 - Die demografische Chance - nahm Untersuchungs- und Lösungsansätze aus Wissenschaft und Forschung in den Blick, die zu Verständnis und Gestaltung des demografischen Wandels beitragen können. Dabei dominieren zwei Trends: Unsere Lebenserwartung steigt, während die Geburtenzahl sinkt. Lebenslanges Lernen ergänzt Studium und Ausbildung. Unsere Gesellschaft wird vielfältiger. Und: Die Art, wie wir arbeiten, verändert sich fundamental.

Das Wissenschaftsjahr 2014 - Die digitale Gesellschaft - förderte eine umfassende Debatte über die Folgen und die Zukunft der digitalen Entwicklung in Deutschland.

Das Wissenschaftsjahr 2015 steht im Zeichen der Zukunftsstadt. Wer nachhaltig leben will, muss zunächst die Stadtbewohner davon überzeugen. Das gelingt nur mit Wissenschaft und Forschung. Deren Angebote müssen zu den Bedürfnissen der Menschen passen. Im "Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt" sollen darum neue Formate der Beteiligung entwickelt werden. Dabei gestalten Bürgerinnen und Bürger ihre Städte gemeinsam mit der Wissenschaft.

Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA)"

Die Bundesregierung fördert mit zahlreichen Initiativen und Maßnahmen die verschiedenen Forschungsbereiche. Dazu gehört unter anderem "Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA)". Die Ressourcen der verschiedenen Wissenschaftsorganisationen - Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Fraunhofer-Gesellschaft und Deutsche Forschungsgemeinschaft - werden so stärker gebündelt. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es, die Forschung am gemeinsamen Ziel der Nachhaltigkeit auszurichten.

Wir wollen unseren Wohlstand gesichert wissen, gleichzeitig die Lebensqualität in den Entwicklungsländern verbessern. Dafür ist es notwendig, den Verbrauch der natürlichen, begrenzt vorhandenen Ressourcen und den Ausstoß klimaschädlicher Stoffe zu verringern.

Das Rahmenprogramm "Forschung für Nachhaltige Entwicklungen" der Bundesregierung ist ein Förderprogramm, um nachhaltige Innovationen zu entwickeln. Es soll den gesamten Forschungsprozess von den Grundlagen bis zur Anwendung integrieren.

Hierfür werden bis zum Jahr 2015 mehr als 2 Milliarden Euro bereitgestellt.

Ziel ist es, mit diesem Rahmenprogramm

  • die nationale Nachhaltigkeitsstrategie umzusetzen,

  • die Hightech-Strategie im Bereich Klimaschutz, Ressourcenschutz und Energie weiter auszubauen sowie

  • international zu kooperieren und gemeinsam eine global nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Die Forschungsschwerpunkte des Rahmenprogramms umfassen:

  • Globale Verantwortung – Internationale Vernetzung,
  • Klima und Energie,

  • Erdsystem und Geotechnologien,

  • Nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcen und

  • Gesellschaftliche Entwicklungen.

Das aktuelle FONA-Rahmenprogramm endet im Dezember 2014. Das Bundesforschungsministerium lädt daher Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ab September 2013 ein, in einem Agendaprozess über zukünftige Aufgaben und Herausforderungen für die Nachhaltigkeitsforschung zu diskutieren. Ergebnis soll die Veröffentlichung eines neuen FONA-Rahmenprogramms ab 2015 stehen.

Im Mittelpunkt der Gespräche steht die programmatische Weiterentwicklung von FONA. Hierbei geht es um zentrale Fragestellungen der Forschung für Nachhaltigkeit. FONA soll innerhalb der nationalen und europäischen Nachhaltigkeitsstrategie auch nachhaltige Entwicklungen in der Gesellschaft unterstützen.

Innerhalb des Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltige Entwicklungen" (FONA) beabsichtigt das Bundesministerium für Bildung und Forschung Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Begleitung und Unterstützung von Transformationsprozessen zum nachhaltigen Wirtschaften zu fördern. Die bisherige Förderung der "Sozial-ökologischen Forschung" (SÖF) wird um diesen neuen Schwerpunkt ergänzt, der die Vorreiterrolle Deutschlands auf dem Weg zu einer Green Economy weiter ausbauen soll.

Themenschwerpunkt "Nachhaltiges Wirtschaften"

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