Thüringen

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NachhaltigkeitsstrategieDie Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie 2018 (TNS) wurde vom Kabinett am 07. August 2018 verabschiedet. Zentrales Ziel ist die Integration der 17 internationalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 sowie die Anknüpfung an die in der ersten Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie (2011) beschlossenen Ziele. Der Beirat zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen sowie weitere gesellschaftliche Gruppen wurden bei der Fortschreibung einbezogen (u. a. Diskussion auf dem Thüringer Nachhaltigkeitsforum im Juni 2017 sowie auf einer Online-Plattform von November 2017 bis Januar 2018). 
Die TNS soll einmal pro Legislaturperiode fortgeschrieben werden. 
Ergänzend zur Strategie haben alle Thüringer Ministerien bereits im Frühjahr 2018 eigene Nachhaltigkeitspläne aufgestellt, die konkrete Ziele und Maßnahmen in den eigenen Verantwortungsbereichen benennen. Darüber hinaus werden Indikatoren und Termine zum Monitoring benannt.
Leitbild / SchwerpunkteLeitbild vorhanden (siehe Kapitel 1 der Strategie)
Fünf Schwerpunktfelder:
  • Bildung und lebenslanges Lernen
  • Klima, Energie und nachhaltige Mobilität
  • Nachhaltiger Konsum und nachhaltiges Wirtschaften
  • Schutz der biologischen Vielfalt
  • Reduzierung von Ungleichheiten
Federführendes RessortThüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, Referat 41 "Umweltpolitik und Fachministerkonferenzen"
Herr Andreas Maruschke, Tel: 49-(0)361-57 39 34 410 andreas.maruschke[at]tmuen.thueringen.de 
Referat 42 „Nachhaltigkeit“
Frau Dr. Corinna Weiß, Tel. 49-(0)361-57 39 34 420
corinna.weiss[at]tmuen.thueringen.de
Institutionelle VerankerungStaatssekretärsarbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung" (STS-AG "NE" – Vorsitz TMUEN)
Interministerielle Arbeitsgruppe "Nachhaltige Entwicklung" (IMAG-NE – Vorsitz TMUEN) unter Beteiligung des Landesamtes für Statistik sowie des Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Thüringer Nachhaltigkeitsbeirat
Thüringer Nachhaltigkeitsforum als jährliche Plattformveranstaltung zum Austausch zwischen den Akteuren.
Vertikale IntegrationBürgermeisterdialog zur Nachhaltigen Kommunalentwicklung in Thüringen:
Der Bürgermeisterdialog hat sich im Jahr 2013 gegründet, um nachhaltiges Handeln im kommunalen Wirkungsbereich zu stärken und sich in den verschiedenen Handlungsebenen im Freistaat Thüringen in den Diskurs für eine zukunftsfähige Entwicklung einzubringen.
Der Bürgermeisterdialog arbeitet in enger Abstimmung mit dem Gemeinde- und Städtebund Thüringen. Als Sprecher des Bürgermeisterdialoges fungieren Bürgermeister Hans-Peter Perschke aus Schlöben sowie Christian Gerlitz, Bürgermeister und Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt aus Jena.
 
Nachhaltigkeitszentrum Thüringen:
Das landesweit tätige Nachhaltigkeitszentrum besteht seit 2011. Es wird getragen vom Verein „Zukunftsfähiges Thüringen“. Grundlage der Arbeit sind die Sustainable Development Goals (SDGs) sowie das UNESCO-Programm “BNE 2030“. Das NHZ trägt den Gedanken der Nachhaltigkeit in den kommunalen Alltag hinein und unterstützt den Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen vielfältigen lokalen und regionalen Initiativen und Akteuren.
Es organisiert Dialogprozesse in Form von Regionalforen und Arbeitskreisen, erstellt Materialien und Publikationen. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung sowie Wissenschaft im Sinne der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Thüringen. Das NHZ wird gefördert aus Mitteln des Landes. 
 
Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen:
Besteht seit März 2004 als freiwillige Vereinbarung zwischen Thüringer Landesregierung und Thüringer Wirtschaft. Inzwischen hat sich das NAT als das größte Netzwerk des Freistaates etabliert, welches auf Freiwilligkeit beruht und von der Wirtschaft selbst organisiert wird. Es ist ein lebendiges Netzwerk von Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Das NAT führt Partner und Unternehmen zu Fragen des nachhaltigen Wirtschaftens zusammen. Alle am Bündnis Beteiligten eint das Grundverständnis einer nachhaltigen Entwicklung und der Wille, Verantwortung für die nächsten Generationen zu übernehmen. Derzeit gibt es 702 aktiv teilnehmende Unternehmen und Organisationen (Stand Frühjahr 2023). 


Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN) :
Die RENN.mitte-Partner in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bilden ein Netzwerk von kompetenten Akteuren und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich seit vielen Jahren in ihren Bundesländern und darüber hinaus im Bereich nachhaltige Entwicklung engagieren und in verschiedenen Projekten erfolgreich zusammenarbeiten. Der Verein Zukunftsfähiges Thüringen e. V. wurde als Konsortialführer RENN.mitte ausgewählt.  
 
Landesarbeitsgemeinschaft Bildung für Nachhaltige Entwicklung (LAG BNE):
Die LAG Bildung für nachhaltige Entwicklung Thüringen ist ein freiwilliger Zusammenschluss vielfältiger Akteur*innen von Bildung für nachhaltige Entwicklung und versteht sich als Interessenvertretung, Netzwerk und Unterstützer von Akteur*innen der BNE in Thüringen.
 
Indikatoren / Ziele33 Indikatoren mit Zielen
Im Jahr 2019 wurde der seit 2011 geltende „Thüringer Indikatorensatz zur Nachhaltigen Entwicklung“ überarbeitet und ein neuer Satz mit 33 Hauptindikatoren verabschiedet. Bisher waren es 27 Indikatoren. Mit der Novellierung wurden auch einige weitere Nachhaltigkeitsindikatoren des Bundes übernommen, die dieser für eine Erhebung auf Länderebene empfohlen hatte und die eine teilweise Vergleichbarkeit der Bundesländer untereinander ermöglichen. Der dritte Indikatorenbericht zur Nachhaltigen Entwicklung wurde am 22.12.2020 veröffentlicht. Als Teil der Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie soll er in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben werden. Derzeit wird am 4. Indikatorenbericht gearbeitet.
Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten Internetportal zur Nachhaltigen Entwicklung in Thüringen
Das Portal bietet viele Antworten rund um das Thema Nachhaltigkeit. Die Angebote sind entsprechend der Zielgruppen oder der NE-Themen sortiert. Außerdem geben diese Seiten einen Überblick über die wesentlichen Nachhaltigkeitsakteure in Thüringen. Zusätzlich werden Nachhaltigkeitsaktivitäten aus den Thüringer Regionen vorgestellt.


Thüringer Qualitätssiegel BNE
Das Thüringer Qualitätssiegel BNE unterstützt die Qualitätsentwicklung, Sichtbarkeit und Wertschätzung von Angeboten der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Nachhaltigkeitszentrum Thüringen begleitet die Entwicklung des BNE-Zertifikats. Der Fachbeirat BNE-Zertifizierung und die Ministerien TMUEN sowie das TMBJS begleiten die Gestaltung und Umsetzung dieses Prozesses zur Qualitätsentwicklung. Insgesamt gibt es gegenwärtig 16 Träger des Qualitätssiegels.


Thüringer Nachhaltigkeitsschulen
Das Projekt Umweltschule in Europa wurde zur Thüringer Nachhaltigkeitsschule gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport und dem Naturschutzbund Deutschland, Landesverband Thüringen als nichtstaatlichem Kooperationspartnern weiterentwickelt. Ziel war die stärkere Ausrichtung auf die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie. Gleichzeitig wurden die Projektzyklen von einem auf zwei Jahre verlängert, verschiedene Qualitätsstufen je nach Ambitionsniveau eingeführt sowie Sonderpreise auf der Grundlage der Entscheidung einer unabhängigen Jury vergeben. Für den Zeitraum 2020/2022 haben von 90 Schulen 80 Schulen den Prozess erfolgreich durchlaufen. 


Reparaturbonus 
Thüringerinnen und Thüringer, die ein kaputtes Haushalts-Elektro-gerät reparieren lassen, bekommen die Hälfte der Reparaturkosten erstattet – bis maximal 100 Euro pro Person und Kalenderjahr. Das Projektvolumen umfasste in 2022 1 Mio. Euro. Die Fortführung ist geplant, wenn die entsprechenden Haushaltsmittel vorhanden sind. Das Projekt wird mit der Thüringer Verbraucherzentrale als Kooperationspartner durchgeführt.
 

Zehn grüne Schulhöfe für Thüringen
Schulhöfe können als grüne Oasen wichtige Impulse für den Unterricht geben und die Sinne auf vielfältige Weise anregen. Gemeinsam haben das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) und die Deutsche Umwelthilfe (DUH) diese Idee weiterentwickelt und einen neuen Wettbewerb gestartet. Dessen Ziel ist es, Schulhöfe in grüne, soziale und attraktive Lebens- und Lernräume zu verwandeln. Besonderer Wert wird dabei auf die Themen Artenvielfalt, Klimawandel und Klimawandelanpassung sowie Bodenschutz gelegt.

 
Jugendprojektfonds Nachhaltigkeit 
Der Jugendprojektfonds Nachhaltigkeit eröffnet Freiräume für von Jugendlichen eigenverantwortlich durchgeführte Projekte vor Ort, die ökologisch, sozial und/oder ökonomisch nachhaltig wirken im Sinne des Nationalen Aktionsplanes zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. 
 

Stand: 09. Mai 2023