Hamburg

NachhaltigkeitsstrategieFür den Hamburger Senat hat nachhaltiges Handeln eine außerordentliche Priorität. Die Regierungspolitik orientiert sich am Prinzip der Nachhaltigkeit. Dieser Weg wird mit dem Beschluss zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg vom 4. Juli 2017 konsequent weiterverfolgt. Neben einer Bestandaufnahme und Analyse der bisherigen Maßnahmen werden die Themen benannt, an denen in den nächsten Jahren konkret weitergearbeitet werden soll.
www.hamburg.de/agenda2030/
Leitbild / SchwerpunkteUmsetzung der Agenda 2030 in Hamburg

Folgende vier Themenbereiche werden im weiteren Prozess im Fokus stehen:
  • Umwelt und Stadt
  • Nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik
  • Teilhabe und sozialer Zusammenhalt
  • Bildung und Wissenschaft

Konkrete Projekte sind beispielsweise:
  • Nachhaltige Stadtentwicklung: Bei der Entwicklung eines geplanten neuen Stadtteils (Oberbillwerder) soll von Beginn an integriert geplant werden. Aspekte wie Energie, Klima, Verkehr, Bildung, lokale Wirtschaft, Biodiversität, bezahlbarer Wohnraum, soziale Inklusion und Freiraumversorgung sollen miteinander verzahnt werden.
  • Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Beschaffung zur nachhaltigen Beschaffung: Neben ökologischen Kriterien sollen künftig auch soziale Aspekte, insbesondere unter dem Gesichtspunkt „Fair Trade“, mit ausschlaggebend beim Einkauf von Produkten wie Möbeln oder Textilien sein.
  • Globale Verantwortung: Hamburg ist sich auch seiner globalen Verantwortung bewusst und geht mit der Umweltpartnerschaft Hamburg-Mexiko eine neue Kooperation zum Wissensaustausch im Bereich Stadtentwicklung und Umweltschutz ein.


Green Economy und Energiewende
Hamburg treibt die Energiewende aktiv voran und nutzt die Innovationen zur Green Economy, um die Energiewende konkret zu gestalten.
www.hamburg.de/energiewende/


Hamburger Klimaplan
Mit dem im Dezember 2015 in Kraft getreten Hamburger Klimaplan verstärkt Hamburg seine langjährigen Anstrengungen für den Klimaschutz. Er enthält diverse neue Maßnahmen zur CO2-Minderung – und ein neues Ziel: Bis 2030 will Hamburg den CO2-Ausstoß im Vergleich zu 1990 halbieren. Weiterhin will Hamburg bis 2020 zwei Millionen Tonnen CO2 vermeiden und bis 2050 die CO2-Emissionen um mindestens 80 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren.

Erstmals beinhaltet der Klimaplan zudem eine Strategie, die den Klimaschutz mit der Anpassung an den Klimawandel verbindet, um die Stadt widerstandsfähiger und robuster gegen Klimaereignisse zu gestalten. Mit dem neuen Klimaplan setzt sich Hamburg das Leitbild einer modernen Stadt der Zukunft, in der Klimaschutz und Klimaanpassung elementare Bestandteile des gesellschaftlichen Miteinanders sind.
www.hamburg.de/hamburger-klimaplan/


Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit"
Hamburg unterstützt durch die Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" (HLN) eine nachhaltige Entwicklung in Hamburg. Die Initiative HLN fördert seit 2005 eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen: Sie leistete wichtige Beiträge zur "UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014" und unterstützt das "UNESCOWeltaktionsprogramm BNE 2015 - 2019" u. a. mit dem Auftrag, bis 2019 einen Masterplan BNE für Hamburg zu entwickeln.

Zu den rund 100 Akteuren der Initiative "Hamburg lernt Nachhaltigkeit" gehören neben den mit Bildung befassten Behörden auch viele Vereine, Verbände, Unternehmen und Bildungseinrichtungen aus allen gesellschaftlichen Bereichen.
www.hamburg.de/hamburger-aktionsplan/4253308/liste-der-akteure-uebersicht/
  • Hamburg als "Stadt der UN-Dekade BNE"
Hamburg wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission viermal in Folge als "Stadt der UN-Dekade BNE" ausgezeichnet. Zusammen mit anderen Städten (München, Frankfurt, Bonn, Freiburg, Heidelberg u.a.) arbeitet Hamburg in der AG "Kommunen und BNE" und vertritt die 21 deutschen Kommunen als ihr Sprecher auf nationaler und internationaler Ebene. In einer Erklärung vom September 2014 befürworteten alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dieser Kommunen die weitere Unterstützung für die BNE-Akteure und eine zukünftige Zusammenarbeit auch unter dem "UNESCOWeltaktionsprogramm BNE 2015 – 2019".
www.hamburg.de/nachhaltigkeitlernen/3237504/hamburg-zum-vierten-mal-stadt-der-weltdeka
  • Hamburg als "Key-Partner" der UNESCO
Hamburg wurde wegen der besonders hohen Qualität seiner Bildungsarbeit sowie der außergewöhnlichen politischen Reichweite der Arbeit der Initiative HLN im Frühjahr 2015 von der UNESCO in Paris als eine von nur vier Städten weltweit zum "Key-Partner" für das "Weltaktionsprogramm BNE 2015–2019" benannt. Die Hansestadt wurde neben Mexico, Barcelona und Okayama für die Priorität 5 "local activities" berufen:
www.hamburg.de/wap/
  • Hamburg als Motor für Qualitätsentwicklung in der außerschulischen Bildung in Norddeutschland
Hamburg hat 2014 das gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein entwickelte Zertifizierungssystem für BNE im außerschulischen Bereich eingeführt: "NUN – norddeutsch und nachhaltig: Mit Bildung Zukunft sichern!". Es unterstützt Bildungseinrichtungen und Einzelakteure bei der Qualitätsentwicklung ihrer Angebote und bietet einen einheitlichen Qualitätsstandard, der auf den langjährigen Erfahrungen in Schleswig-Holstein basiert. Jedes Jahr können sich neue Bildungseinrichtungen und Einzelakteure bewerben und jeweils im Sommer die Auszeichnung aus den Händen des Umweltsenators erhalten.
www.hamburg.de/nun-zertifizierung
  • Umweltgerechte Beschaffung in der FHH
In Hamburg ist die umweltverträgliche Beschaffung seit 2013 in § 3 b Hamburgisches Vergabegesetz (HmbVgG) normiert. Eine Konkretisierung und Hilfestellung wird durch den "Leitfaden für umweltverträgliche Beschaffung der Freien und Hansestadt Hamburg" (Umweltleitfaden) gegeben, der im Januar 2016 verbindlich vom Senat beschlossen wurde.

Umweltkriterien spielen bei der Auswahl und Vergabe seit Inkrafttreten des Umweltleitfadens eine noch wichtigere Rolle als früher. Mit dem Leitfaden haben die Beschafferinnen und Beschaffer konkrete Spezifikationen für 19 Produktgruppen an die Hand bekommen, die sie direkt in die Ausschreibungen einbauen können. Für die Lebenszykluskostenanalyse sind die betreffenden Produktgruppen identifiziert und konkrete Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt. Die Lebenszykluskosten, die Reparatur- und Recyclingfähigkeit, die Verpackung, die Klimabelastung und der Ressourcenverbrauch können nun neben dem Preis verbindlich in der Vergabeentscheidung berücksichtigt werden.

Außerdem enthält der Umweltleitfaden eine Negativliste mit Produkten, die die Verwaltung künftig nicht mehr kaufen und einsetzen darf. Dazu gehören beispielsweise Kaffeemaschinen mit Alukapseln, Mineralwasser in Einwegflaschen, Einweggeschirr oder chlorhaltige Putzmittel.

Durch verschiedene Kommunikationsmaßnahmen und Schulungen wird über die Notwendigkeit von Umweltkriterien informiert und die Anwendung des Umweltleitfadens erleichtert.
www.hamburg.de/umweltgerechte-beschaffung
Federführendes RessortBehörde für Umwelt und Energie, Präsidialabteilung
Kurt Maier: Kurt.Maier@bue.hamburg.de
Martina Falke: Martina.Falke@bue.hamburg.de
Institutionelle VerankerungHamburger Nachhaltigkeitsforum
Es wird ein zivilgesellschaftliches Gremium eingerichtet, dass den Prozess zur Umsetzung der Agenda 2030 begleiten wird.


Stadtwerkstatt
Hamburg will diese neue Planungskultur durch eine Verstärkung der Information und Partizipation bei Stadtentwicklungsprojekten und Umweltschutzthemen erreichen. Dazu zählen alle Informations- und Beteiligungsverfahren, die über die formelle, d.h. die im Baugesetzbuch geregelte Bürgerbeteiligung hinausgehen. Es geht um Zukunftsfragen in der Stadt, die sowohl ökologisch, soziale als auch ökonomische Aspekte berühren.
www.hamburg.de/stadtwerkstatt/


Hamburger Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik
Zu den Fragen, mit denen sich der Rat beschäftigt, gehören unter anderem die Zusammenarbeit mit der Partnerstadt Dar es Salaam in Tansania und León in Nicaragua, aber auch Themen der entwicklungspolitischen Arbeit in Hamburg, wie die Verbesserung der Akzeptanz und Verbreitung fair gehandelter Produkte. Der Rat befasst sich 2016 schwerpunktmäßig mit den internationalen Aspekten der Umsetzung der Agenda 2030 in Hamburg.


Hamburg mal fair – Aktionsbündnis
Ein Aktionsbündnis von entwicklungspolitischen Initiativen, zu dem auch die Senatskanzlei Hamburg gehört, setzt sich für die Bildungsarbeit im Bereich des Fairen Handels in der Hansestadt ein. 2017 wurde Hamburg zum 3. Mal als Fair Trade Stadt ausgezeichnet.
http://hamburgmalfair.de/


UmweltPartnerschaft Hamburg
Als Bündnis des Senats mit der Hamburger Wirtschaft verfolgt die UmweltPartnerschaft Hamburg seit März 2003 das Ziel, nachhaltiges und ressourceneffizientes Wirtschaften zu fördern.
www.hamburg.de/umweltpartnerschaft/


Zukunftsrat Hamburg
Der Zukunftsrat Hamburg ist ein Netzwerk von über 100 Vereinen, Initiativen, Kammern, Instituten und Unternehmen. Das gemeinsame Ziel: eine global zukunftsfähige und generationengerechte Entwicklung. Insbesondere auch im Bereich Indikatoren ist der Zukunftsrat seit längerer Zeit erfolgreich aktiv. Seit 2002 entwickelt man jährlich eine Aufstellung Hamburger Nachhaltigkeitsindikatoren (HEINZ) und in 2012 wurde der ökologische Fußabdruck für die Stadt durch den Hamburger Zukunftsrat bereitgestellt. Der Zukunftsrat Hamburg ist ein wichtiger Dialogpartner der Stadt und wird von ihr unterstützt.
Vertikale Integrationentfällt, Hamburg ist zugleich Kommune
Indikatoren / ZieleZur Messung der mit der Umsetzung der Agenda 2030 in Hamburg verbundenen Ziele wird ein indikatorenbasiertes Monitoringsystem entwickelt.
Hamburg wirkt ferner bei der Erstellung der umweltbezogenen Nachhaltigkeitsindikatoren der Umweltministerkonferenz mit, sowohl durch die Bereitstellung eigenen Zahlenmaterials als auch durch die Weiterentwicklung dieser Indikatoren. Neben den Indikatoren sind auch entsprechende Ziele aus den Bundesländern hinterlegt. Konkrete Ziele und Indikatoren sind in den oben genannten Schwerpunkten vorhanden und zum Teil hier auch genannt.
www.lanuv.nrw.de/liki-newsletter/
Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten keine

Stand: 30. August 2017

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