Berlin

NachhaltigkeitsstrategieDie ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich leistungsfähige Entwicklung der Stadt ist auch in Zeiten der wachsenden Metropole das übergreifende Entwicklungsziel Berlins. Ansätze der nachhaltigen Entwicklung sind integraler Bestandteil der Landespolitik.
Deshalb hat sich Berlin zum Ziel gesetzt, den methodischen Ansatz des Nachhaltigkeitsprofil weiter zu entwickeln und mit einer Umsetzungs-Roadmap zu ergänzen.
Das Nachhaltigkeitsprofil wurde 2016 unter Mitwirkung eines Expert*innenbeirats und in Rückkopplung mit lokalen Akteuren, Organisationen und Institutionen erarbeitet und gibt eine Übersicht über die vielen Handlungsfelder, in denen in Berlin schon nachhaltig gearbeitet und gewirtschaftet wird.


Leitbild / SchwerpunkteDas Berliner Nachhaltigkeitsprofil fokussiert auf Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung. Es untersucht in welchen Politikfeldern schon heute wirtschaftliche, soziale und ökologische Ziele erfolgreich miteinander verknüpft werden. Unter Berücksichtigung globaler Trends werden Profilierungsfelder identifiziert, die geeignet sind, Nachhaltigkeitshemen gezielt und zukunftsfähig in der Stadtgesellschaft und in Planungsprozessen zu verankern.
Einige Beispiele von zukunftsgerichteter Nachhaltigkeitspolitik in Berlin sind u.a.:
  • Der Kohleausstieg bis 2030
    Als erstes Bundesland hat Berlin den Kohleausstieg gesetzlich festgelegt. Seit 2017 wird in Berliner Kraftwerken keine Braunkohle mehr verbrannt. Bis spätestens 2030 sollen auch die letzten Steinkohlekraftwerke vom Netz gehen.
  •  Das Leitbild „Nachhaltige Behörde“
    Als erste Senatsverwaltung in Berlin hat sich die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ein Leitbild unter dem Titel „Nachhaltige Behörde“ gegeben und bringt so die Diversity-Förderung, Frauenrechte, CO 2 -neutrale Verwaltung und nachhaltige Beschaffung in ihren Handlungsfeldern voran.
  • Die Vorschriften zur umweltverträglichen Beschaffung
    Die Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt ist mit den einzelnen Leistungsblättern (inkl. Rechentools für Lebenszykluskostenberechnung) für eine Vielzahl von Produkten und Dienstleistungen eine handhabbare Arbeitsgrundlage für umweltverträgliche Beschaffung.

Eine Besonderheit Berlins in der Nachhaltigkeitspolitik ist die Verfolgung des Umweltgerechtigkeitsansatzes. Um das sozialraumorientierte Verwaltungshandeln in den Teilräumen der Hauptstadt zu stärken und Grundlagen für eine Neuausrichtung der Umweltpolitik bereitzustellen, hat das Land Berlin bundesweit als erster Metropolenraum die Berliner Umweltgerechtigkeitskonzeption erarbeitet. Hier wurden durch die Analyse von fünf Indikatoren (Lärmbelastung, Luftqualität, Bioklima, Grünflächenversorgung und Sozialem Index) besonders stark belastete Regionen im Stadtgebiet identifiziert und auf dem Umweltgerechtigkeitsatlas anschaulich dargestellt.
Federführendes RessortSenatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Referat Umweltpolitik und Umweltförderung
Arbeitsbereich Nachhaltigkeit und Umweltgerechtigkeit
Christina Fanenbruck, christina.fanenbruck@senuvk.berlin.de
Institutionelle VerankerungDas Nachhaltigkeitsprofil ist nicht institutionell verankert, die Vernetzung erfolgt fach- und ressortbezogen.
Vertikale Integrationentfällt für Berlin
Indikatoren / ZieleDer Kernindikatorenbericht zur nachhaltigen Entwicklung Berlins aus den Jahren 2012 und 2014 befindet sich in der Überarbeitung.
Ziel ist es, ein Monitoring auf Grundlage der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen zu erstellen und mit wirksamen Maßnahmen zu unterlegen.
Sonstige Anmerkungen / Aktivitäten keine

Stand: 23. April 2020

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