Umsteigen auf ein Elektrofahrzeug

Exakt 12.156 Elektrofahrzeuge und 85.575 Fahrzeuge mit Hybridantrieb waren laut Angabe des Kraftfahrt-Bundesamtes am 1. Januar 2014 in Deutschland zugelassen. Sie stoßen kein oder wenig klimaschädliches Kohlendioxid und Schadstoffe aus.

Ein Elektroauto wird an einer Stromtankstelle aufgeladen.

Elektromobilität - Bewegung mit Zukunft

Foto: Bundesregierung / Tybussek

Bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h sind E-Autos außerdem leiser als Autos mit Verbrennungsmotoren. Werden elektrische Antriebe mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben, dann sind sie eine nachhaltige Alternative für fossile und nur begrenzt verfügbare Kraftstoffe wie Benzin oder Diesel.

Energieeffizienz von Benzin- und Elektroantrieben

In dieser frühen Phase der Markteinführung sind Elektroautos noch teurer als konventionelle Modelle. Dies liegt vor allem an den Kosten für die Batterie. Hier sind in den nächsten Jahren weitere Innovationen und damit auch Preissenkungen zu erwarten. Zwar ist die Reichweite von reinen Elektroautos derzeit noch begrenzt. Da aber ein Auto in Deutschland im Durchschnitt nur ungefähr 37 Kilometer pro Tag zurücklegt, stellt dies für die überwiegende Anzahl der Fahrten kein Hindernis dar.

Für weitere Strecken empfehlen sich Hybridfahrzeuge, die Elektroantrieb und Verbrennungsmotor kombinieren. Bei Plug-In-Hybriden und Elektrofahrzeugen mit "Range Extender" (Reichweitenverlängerer) können die kürzeren täglichen Fahrten rein elektrisch zurückgelegt werden. Für weitere Strecken wie Urlaubsfahrten wird der Verbrennungsmotor genutzt. Übrigens: Elektroautos können an jeder normalen Steckdose geladen werden.

Elektromobilität funktioniert auch bei Zweirädern. Die so genannten Pedelecs zum Beispiel sind eine Alternative für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so intensiv in die Pedale treten können beziehungsweise für längere oder topographisch anspruchsvolle Strecken. So kann man das Auto öfter stehen lassen.

Eine Million E-Autos bis 2020

Die Bundesregierung hat auf der Elektromobilitätskonferenz am 27. Mai 2013 bekräftigt, dass sie an ihrem Ziel festhält, bis 2020 rund eine Million E-Autos auf die Straßen zu bringen.

Eine Kaufprämie lehnt die Bundesregierung ab. Doch das „Regierungsprogramm Elektromobilität“ vom Mai 2011 will Käufer von Elektrofahrzeugen unterstützen. Es sieht unter anderem vor:

  • Kfz-Steuerbefreiung: Elektroautos und Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß unter 50 Gramm pro Kilometer werden bei einer Anschaffung bis zum 31. Dezember 2015 für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Bei der Dienstwagensteuer soll die Benachteiligung von Elektrofahrzeugen abgeschafft werden. Der entsprechende Gesetzentwurf befindet sich derzeit im Vermittlungsausschuss.

  • Wechselkennzeichen: Sie können dazu beitragen, sich für einen umweltfreundlicheren Zweitwagen zu entscheiden. Es spart überdies eine Versicherungsprämie.

  • Sonderparkflächen sowie Lockerungen von Zufahrtsverboten.

Klimafreundlich in den Urlaub

Kennen Sie den CO2-Fußabdruck Ihrer geplanten Urlaubsreise? Bei Fernreisen gibt es nur selten Alternativen zum Fliegen, für kürzere Strecken aber schon. Hier ist die Bahn oft genauso schnell – und umweltfreundlicher. Auch der Reisebus schneidet besser ab. Die Bundesregierung hat mit der Novelle des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) Restriktionen beim Fernbuslinienverkehr beseitigt, um ein zusätzliches, auch preislich attraktives Mobilitätsangebot zu ermöglichen. Damit stellen Reisebusse neben dem Fernreiseverkehr auf der Schiene sowohl preiswerte als auch umweltfreundliche Alternativen zum individuellen Pkw-Verkehr dar.

Was bedeutet "Kompensation"?

Bei Flugreisen besteht die Möglichkeit, den Ausstoß von CO2 oder anderen Treibhausgasen mit Zahlungen auszugleichen. Das Prinzip ist einfach: Wenn der Ausstoß von CO2 an einer Stelle nicht vermieden werden kann, wird er an anderer Stelle eingespart. Um den genauen Preis der Kompensation einer Aktivität, beispielsweise einer Flugreise zu ermitteln, gibt es so genannte CO2-Rechner, die den CO2-Ausstoß berechnen. Ein wissenschaftlich fundierter CO2-Rechner wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unterstützt.

Viele Anbieter von Kompensationsdienstleistungen bieten auf ihren Internetseiten auch eigene Rechner an. Bei verschiedenen Anbietern können Sie als Ausgleich für die Klimagase, die beim Fliegen entstehen, einen bestimmten Geldbetrag für Klimaschutzprojekte spenden. Die Preise für die CO2-Kompensation lassen sich dabei individuell für jeden Flug oder andere Reisen berechnen. Diese Aktion ist freiwillig und es bleibt letztendlich dem Kunden überlassen, welchen Betrag er bezahlt. Das Geld wird unter anderem in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte investiert, um dort die Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen der Reise.

Klimaneutral mobil

In ihrem Maßnahmenprogramm "Nachhaltigkeit" legt die Bundesregierung fest, dass für alle ihre Bediensteten Bahnfahrten mit der Deutschen Bahn klimaneutral durchgeführt werden. Das heißt: Die Bahn speist für die Menge verbrauchter Energie Strom aus erneuerbaren Energien in das Bahnstromnetz ein.

Auch Videokonferenzen sollen verstärkt dazu beitragen, die Umweltbelastungen durch Dienstreisen zu verringern.

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