Möbel und Farben

Wer Möbel kauft, sollte auf Langlebigkeit setzen. Das spart Rohstoffe und erzeugt weniger Müll.

Kunden informieren sich in einem Küchenfachgeschäft über das Angebot und die Preise einer möglichen neuen Einbauküche.

Auch beim Möbelkauf auf Nachhaltigkeit achten

Foto: picture alliance / dpa

Wir wollen uns in unserer Wohnung wohlfühlen. Dabei ist die Auswahl der Möbel vom jeweiligen Geschmack abhängig.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gibt es ein gemeinsames Kriterium: alle Produkte, ob Schrank, Bett, Tisch oder Regal, sollten bei der Herstellung, beim Gebrauch und bei der Entsorgung gesundheitlich unbedenklich sein und die Umwelt möglichst wenig belasten.

Möbel

Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen, zum Beispiel aus Holz, Wolle oder Baumwolle, haben in der Regel eine gute CO2-Bilanz.

Weitere Tipps für einen nachhaltigen Möbeleinkauf:

  • Auf Kennzeichnung und Siegel achten: Mittlerweile gibt es Möbel aus Holz, das nach dem "Forest Stewardship Council" und auch nach "Fairtrade" zertifiziert ist. Das heißt: die Wälder sind nach strengen sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards bewirtschaftet. Die Betriebe berücksichtigen das internationale Arbeitsrecht. Kleine Betriebe erhalten einen fairen Preis für ihre Produkte und eine Fairtrade-Prämie.

  • Gibt es keine Kennzeichnung, versuchen Sie, beim Verkaufspersonal Informationen zu bekommen.

  • Achten Sie auf möglichst kurze Transportwege, das schont die Umwelt.

Nachhaltige Beschaffung – die Bundesregierung geht mit gutem Beispiel voran

Auch die Bundesregierung greift auf diese Siegel und Kriterien bei der Beschaffung von Büromöbeln zurück. 2010 schrieb sie per Erlass fest, selbst nur noch Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft einzukaufen. Außerdem verbessert sie die Kooperation mit den Ländern und Kommunen. Denn die Beschaffung der öffentlichen Hand macht zusammen circa 13 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Dazu rief die Bundesregierung 2009 die "Allianz für eine nachhaltige Beschaffung" ins Leben. In einem Bericht aus dem Jahr 2011 werden bestehende Standards wie Umweltkennzeichen für 54 Produktgruppen erfasst, die bei einer Ausschreibung und bei der Vergabe von Aufträgen berücksichtigt werden.

Farben

Wer neu baut, die Wohnung wechselt oder renoviert, möchte meist auch einen neuen Farbanstrich – eine wichtige Voraussetzung zum Wohlfühlen. Es kommt jedoch nicht nur auf den richtigen Farbton an, sondern auch auf die Art der Farbe.

Unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit gilt: die Farben sollten emissionsarm und damit unbedenklich für die Gesundheit sein. Eine Farbe, die zum Beispiel ganz aus natürlichen Rohstoffen besteht, ist vollständig biologisch abbaubar. Farbreste können kompostiert, Eimer und Behälter problemlos gereinigt und wiederverwendet werden.

Beachten Sie beim Kauf von Farben die verwendeten Gütesiegel: Zum Beispiel mit dem Blauen Engel ausgezeichnete Farben und Tapeten sind unter anderem lösemittel- und formaldehydarm.

EU-Ecolabel-neu

Foto: Europäische Kommission

Das europäische Umweltzeichen gibt es für Farben, Lacke und Lasuren. Wer es für seine Produkte nutzen will, muss Umweltaspekte bei der Herstellung berücksichtigen. Umwelt- und gesundheitsschädliche Stoffe dürfen so wenig wie möglich enthalten sein.

Auch emissionsarme Wandfarben gehören zur nachhaltigen Beschaffung

Bei der Auswahl von Wandfarben für die eigenen Büroräume setzt die Bundesregierung zum Beispiel auf emissionsarme Wandfarben nach dem Gütesiegel RAL-UZ 102. Auch sie tragen den "Blauen Engel". Entscheidend sind die Vorteile für Umwelt und Gesundheit wie besonders wenig Lösemittel und Formaldehyd, ein Anteil an Weichmachern unter 0,1 Prozent oder ein Minimum an Konservierungsstoffen.

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