KlimaWildnisZentrale eröffnet

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Natur- und Klimaschutz KlimaWildnisZentrale eröffnet

Bundesumweltministerin Steffi Lemke hat in Berlin die neue „KlimaWildnisZentrale“ eröffnet. Sie unterstützt die Bundesregierung und alle, die sich für den Schutz der Wildnis engagieren. Damit startet ein weiteres Projekt aus dem Aktionsprogramm „Natürlicher Klimaschutz“.

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Auf dem Foto ist das Hahnenmoor in Niedersachsen zu sehen.

Moore, Auen und Wälder: Künftig sollen rund zwei Prozent der Fläche in Deutschland Wildnisgebiete sein.

Foto: mauritius images / imageBROKER / Willi Rolfes

Ob Naturschutzorganisation, Landesbehörde oder private Interessierte: Wer sich in Deutschland für den Erhalt der Wildnis einsetzen möchte, kann sich künftig an die sogenannte „KlimaWildnisZentrale“ wenden. Sie soll als beratende und unterstützende Servicestelle fungieren, Fachinformationen bereitstellen und Wildnisakteure vernetzen.

Durch die KlimaWildnisZentrale könne ein „bundesweit vernetztes Knowhow“ gebündelt werden, sagte Bundesumweltministerin Steffie Lemke bei der Eröffnung der Zentrale in Berlin. Dadurch werde nicht nur Wildnis in Deutschland besser geschützt, sondern auch ein wichtiger Schritt gegen die Folgen der Klimakrise gemacht. „In Wildnisgebieten geben wir der Natur Raum und Zeit, um sich aus eigener Kraft zu erholen. Wälder können ungestört alt werden, Flüsse wieder naturnahe Auen bilden und die Moore mit der Zeit wieder eine mächtige Torfschicht aufbauen, die so wichtig ist, um langfristig Kohlenstoff zu speichern“, so Lemke.

Mehr Wildnisgebiete in Deutschland

Rund zwei Prozent der Landesfläche Deutschlands soll künftig Wildnisgebiet sein. Laut Nationaler Biodiversitätsstrategie sind damit Gebiete gemeint, die vollständig und dauerhaft ihrer natürlichen und dynamischen Entwicklung überlassen werden. Außerdem müssen solche Gebiete weitgehend kompakt sein sowie eine Mindestgröße erfüllen. Für Auen und Moore gilt eine Fläche von 500 Hektar, bei Wäldern müssen es sogar 1.000 Hektar sein.

Um die Wildnisgebiete in der Bundesrepublik stetig zu vergrößern, hat das Bundesumweltministerium 2019 das Förderprogramm „Wildnisfonds“ gestartet, das den Ankauf von Flächen und Nutzungsrechten für die Wildnisentwicklung finanziell unterstützt. Im Jahr 2023 wurde die Förderung von sieben Projekten mit einer Gesamtgröße von 1.051 Hektar bewilligt. Das Bundesministerium stellt dafür etwa 18 Millionen Euro zur Verfügung.

Aktionsprogramm „Natürlicher Klimaschutz“

Die KlimaWildnisZentrale wird aus den Mitteln des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz gefördert. Dieses Aktionsprogramm bündelt die verschiedensten Aktivitäten rund um die Themenfelder „Wildnis“ und „Natürlicher Klimaschutz“. Es enthält 69 Maßnahmen in insgesamt zehn Handlungsfeldern. Für die Umsetzung stehen bis 2027 etwa 3,5 Milliarden Euro bereit.

Im Rahmen des Aktionsprogramms wird außerdem ein Förderprogramm „KlimaWildnis“ erarbeitet. Es soll die Entwicklung und Sicherung von kleineren Flächen, die nicht vom Wildnisfonds erfasst sind, unterstützen. Insbesondere geht es darum, Flächen zu vernetzen und so Wechselwirkungen zwischen Klimaschutz und Biodiversitätsschutz zu erzeugen.