Nachhaltigkeitsdialog

Die richtigen Entscheidungen treffen

Wie kann Deutschland die globalen Ziele der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung in eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie umsetzen? Darüber diskutierte Bundesminister Altmaier mit etwa 100 Experten aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Bundeskanzleramt.

Bundesminister Altmaier mit Experten der Zivilgesellschaft im Kanzleramt.

Nachhaltigkeitsdialog: Bundesminister Altmaier mit Experten der Zivilgesellschaft im Kanzleramt.

Foto: Bundesregierung/Plambeck

Die zweite Phase des Nachhaltigkeitsdialog hat begonnen. Ende Mai, Jahrestagung des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte den Entwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016 vor.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind seither aufgerufen, bis zum 31. Juli ihre Hinweise und Stellungnahmen an das Postfach nachhaltigkeitsdialog@bpa.bund.de einzureichen. Parallel dazu finden Veranstaltungen und Diskussionsrunden statt.

Bundesminister Peter Altmaier hat am 29. Juni zu einem ganztägigen, übergreifenden ersten Erfahrungsaustausch in Bundeskanzleramt eingeladen. Rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 40 Organisationen und Verbänden der Zivilgesellschaft diskutierten mit.

Nachhaltigkeit zu allgemeinem Thema machen

Gerade in den vergangenen Monaten seien viele Entscheidungen getroffen worden, die Einfluss auf eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland und darüber hinaus hätten, erklärte der Chef des Bundeskanzleramtes Altmaier. Er nannte etwa die Klimavereinbarung von Paris, die Verabschiedung der Agenda 2030, den Atomausstieg und die Einigung der Endlagerkommission sowie die Umsetzung der Energiewende.

Aufgabe der jetzt zu erarbeitenden neuen Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie sei es, diese Maßnahmen unter dem Dach einer nachhaltigen Entwicklung zu verbinden. Die Strategie bilde den nationalen Rahmen zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung.

Nachhaltigkeitsdialog wird fortgesetzt

Bundesminister Peter Altmaier im Gespräch

Bundesminister Altmaier im Gespräch

Foto: Bundesregierung/Plambeck

In dem vorliegenden Entwurf der Strategie seien schon viele Ideen und Hinweise der ersten Dialogphase eingeflossen, so Altmaier. Jetzt gehe es darum, das Thema über den Kreis der Interessierten hinaus zu tragen und zu einem allgemeinen Thema zu machen.

Er betonte, dass Deutschland international nur dann eine Vorreiterrolle einnehmen könne, wenn es national vorankommen. Altmaier begrüßte die enger gewordene Zusammenarbeit des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung und des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Alle Organisationen sollten das Thema prominenter platzieren, um eine größere Öffentlichkeit zu erreichen.

Stellungnahmen der Verbände und Organisationen

Übersicht / Saal mit Teilnehmern

Anhörung der gesellschaftlichen Akteure zum Entwurf der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

Foto: Bundesregierung/Plambeck

In der eintägigen Veranstaltung hatten die Teilnehmenden der verschiedenen Organisationen und Verbände die Gelegenheit, sich zum Entwurf der Nachhaltigkeitsstrategie zu äußern. Einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen auch eine schriftliche Stellungnahmen mit ausführlichen Hinweisen abgeben. Diese Stellungnahmen werden fortlaufend auch im Internet veröffentlicht, sofern eine Einwilligung der Autoren vorliegt.

Die Anwesenden begrüßten, dass die Bundesregierung die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fortschreibe und dass die neue Strategie sich konsequent an den globalen Zielen und Anforderungen orientiere. Positiv werde vor allem die breite öffentliche Beteiligung hin zu einer neuen Strategie geschätzt. Diese Möglichkeiten der Beteiligung sollten beibehalten und ausgebaut werden. Eine stärkere Einbindung der jüngeren Generation wurde ebenfalls hervorgehoben.

Alle Ideen und Vorschläge werden in die Überarbeitung des Entwurfs der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie 2016 einfließen. Die Möglichkeit für weitere Stellungnahmen besteht noch bis zum 31. Juli 2016. Diese einfach an das Postfach nachhaltigkeitsdialog@bpa.bund.de mailen.

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