Christina Amelsberg, WWF Jugend

Sehr geehrte Damen und Herren,
nachfolgend einige Verbesserungspunkte für die Nachhaltigkeitsstrategie.

Punkt 1.
Die genannten Ziele im Bereich der Landwirtschaft und besonders der Tierhaltung sind gut, allerdings nicht konsequent genug. Es muss eine absolute Abkehr von der industriellen Massentierhaltung erfolgen, um Landwirtschaft in Zukunft gesellschaftlich akzeptiert, emissionsärmer und nachhaltig zu betreiben. Die aktuellen Zustände sind aus Tierwohlsicht schlicht untragbar. Des Weiteren wird nicht weit genug in puncto Verringerung des Fleischkonsums gedacht. Die Ernährungsweise, die der*die Durchschnittsdeutsche aktuell zelebriert, ist ökologisch gesehen und in Anbetracht der planetaren Grenzen nicht haltbar. Es muss ein Umdenken stattfinden, sodass die Ernährung allgemein pflanzenbasierter wird. Von essentieller Bedeutung ist hierbei die Subvention von veganen/vegetarischen Ersatzprodukten, die Besteuerung aller tierischen Produkte mit der normalen MwSt. von 16 bzw. 19 Prozent und die Senkung der Steuer bei heimischen Grundnahrungsmitteln. Tierische Produkte und besonders Fleisch müssen aufgrund ihres ökologischen Fußabdruckes als Luxusgut gesehen werden und nicht als Grundnahrungsmittel. Schaffen Sie finanzielle Anreize, um der Gesellschaft das Umdenken zu erleichtern!

Punkt 2.
Der Aspekt der verstärkten demokratischen Partizipation und politischen Transparenz sollte eine größere Rolle spielen. Um nachhaltige Prinzipien in der gesamten Gesellschaft zu verankern, müssen die Menschen aktiv nach ihrer Meinung gefragt werden. Es muss mehr Volksentscheide und partizipative Gremien geben, sodass Politik wieder mehr gesellschaftliche Akzeptanz und Vertrauen erfährt und die Politikverdrossenheit abnimmt. Nur eine demokratisch aktive Gesellschaft ist eine zukunftsfähige Gesellschaft!


Mit freundlichen Grüßen
Christina Amelsberg, WWF Jugend