Solidarität der Wirtschaft ungebrochen

Russland-Sanktionen Solidarität der Wirtschaft ungebrochen

„Für die deutsche Wirtschaft sind die Konsequenzen des Krieges deutlich absehbar und zum Teil schon zu spüren“, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nach einem Gespräch mit Branchenvertretern. Die Bundesregierung werde für betroffene Unternehmen ein Kreditprogramm auflegen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck: Die Unternehmen tragen die Sanktionen vollumfänglich mit.

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Die erhoffte Erholungsphase nach der Corona-Pandemie bleibe aufgrund der Sanktionen gegen Russland zwar aus, so Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Aber die Solidarität der deutschen Wirtschaft sei ungebrochen. Alle Unternehmen, mit denen er gesprochen habe, trügen, obwohl erheblich belastet, die Sanktionen vollumfänglich mit.

KfW-Programm für Unternehmen in Not

Von den 20 Milliarden Euro, die deutsche Unternehmen in Russland investiert hätten, seien 7,4 Milliarden Euro durch eine Investitionsgarantie abgesichert, versicherte Habeck. Außerdem gebe es Hermesbürgschaften für Exportgeschäfte im Volumen von elf Milliarden Euro, für die der Staat in der Pflicht stehe.

Der Bundeswirtschaftsminister kündigte zudem ein Kreditprogramm der Förderbank KfW an. Davon sollten Unternehmen profitieren, die durch die Folgen des Krieges Schaden erlitten. Das Programm werde sich an die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie anlehnen und befände sich noch in der regierungsinternen Abstimmung.

Bundeswirtschaftsminister: Hohe Energiepreise nicht von Dauer

Habeck räumte ein, dass die Abhängigkeit von russischen Energieimporten unverändert hoch sei. Sich davon zu lösen, sei zwar das Ziel, aber in so kurzer Zeit nicht möglich. Daher wolle man den Weg für die Einfuhren weiter offenlassen und die Importe nach Möglichkeit diversifizieren.

Auch müsse sich Deutschland länger auf höhere Energiepreise einstellen. Der starke Anstieg werde aber nicht von Dauer sei. Insgesamt sei die geschlossene Haltung gegenüber Russland von hohem Wert. Die Bundesregierung werde alles dafür tun, auch die soziale Stabilität in Deutschland zu gewährleisten.

Weitere Informationen zu den Russland-Sanktionen erhalten Sie beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.