Meer Watt! – mehr erneuerbare Energie

Höheres Ausbauziel für Windenergie Meer Watt! – mehr erneuerbare Energie

Für Windenergie auf See steigt das Ausbauziel für das Jahr 2030 auf 20 Gigawatt. Das ist im Entwurf der Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes umgesetzt. Zudem soll bis zum Jahr 2040 die installierte Leistung von Offshore-Anlagen insgesamt 40 Gigawatt erreichen.

Die Bundesregierung hat das Ausbauziel für Windenergie auf See auf 20 Gigawatt erhöht und verbessert die Anbindung an das Stromnetz.

Foto: Bundesregierung

Klug geplant: Windenergie auf See

Die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes sieht eine bessere Synchronisierung von Netzausbau und Ausbau der Windenergie auf See vor. Dadurch wird das Risiko minimiert, dass ein Windpark nicht genutzt werden kann, weil sich die Anbindung an das Stromnetz verzögert.

Grafik zum Windkraftausbau auf See (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Die Bundesregierung hat das Ausbauziel für Windenergie auf See für das Jahr 2030 auf 20 Gigawatt festgelegt.

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Gut gefördert: Windenergie an Land

Die Bundesregierung will den Ausbau von Windenergie auch an Land weiter beschleunigen. Um für mehr Akzeptanz unter Anwohnern zu werben, gilt die neue Abstandsregelung für Windkraftanlagen: Die Bundesländer erhalten die Möglichkeit, zu der 1.000-Meter-Regelung landesgesetzliche Abstände vorzusehen. Für Kommunen, in denen Windräder gebaut werden, soll es neue finanzielle Vorteile geben. Windenergieanlagen sollen in Zukunft in der Nacht nur noch in Ausnahmefällen rot blinken, damit Anwohner weniger davon gestört werden. Hier hat die Bundesregierung nun alle Maßnahmen umgesetzt, so dass die Windenergiebranche mit der Umrüstung der Windenergieanlagen beginnen kann. Ein Regelungsvorschlag im Erneuerbare-Energien-Gesetz wird zurzeit innerhalb der Bundesregierung und mit den Bundesländern abgestimmt.  

Mit dem Investitionsbeschleunigungsgesetz soll der Bau von Windenergieanlagen an Land gefördert werden. Das Gesetz verkürzt Planungs- und Genehmigungsverfahren im Infrastrukturbereich. Für bestimmte Windenergieanlagen wird zum Beispiel die aufschiebende Wirkung von Widerspruch und Anfechtungsklage abgeschafft.

Mehr davon: erneuerbare Energien

Bis 2030 will die Bundesregierung einen Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch von 65 Prozent erreichen. Schon jetzt gibt es Rekordwerte bei der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen:  2019 stammten knapp 40 Prozent des Strommixes aus Wind, Sonne, Wasser oder Biomasse. Über die Hälfte dieser regenerativen Energie, nämlich über 51 Prozent, produzierten 2019 Windkraftanlagen an Land und auf See. Durch Einsatz von erneuerbaren Energien wurden Treibhausgas-Emissionen im Stromsektor im Jahr 2019 von etwa 159 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden. Des Weiteren investiert die Bundesregierung auch große Summen in die Forschung, um grünen, das heißt, mit erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoff im industriellen Maßstab marktfähig zu machen.

Mit dem schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung, dem Ausbau erneuerbarer Energien und der Steigerung der Energieeffizienz schreiben wir diese positive Entwicklung fort.