Volle Ladung Klimaschutz

Interaktive Grafik Mehr Ladepunkte für E-Autos

Der Straßenverkehr ist einer der größten Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Deshalb ist es wichtig, die Voraussetzungen für klimafreundliche E-Mobilität zu verbessern. Seit 2017 unterstützt ein Bundesförderprogramm den Aufbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Die interaktive Grafik zeigt die Entwicklung bis heute und das Ziel bis 2030.

Volle Ladung Klimaschutz

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Bis zum Jahr 2030 sollen in Deutschland eine Million öffentliche Ladepunkte für E-Mobilität verfügbar sein. Die Bundesregierung will eine flächendeckende und nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur für bis zu zehn Millionen Elektrofahrzeuge bereitstellen. Seit 2017 fördert die Bundesregierung den Aufbau von öffentlich zugänglichen Ladestationen durch eine Beteiligung an den Investitionskosten. Mit der interaktiven Grafik können Sie die Entwicklung der Ladeinfrastruktur seit 2017 bis heute in den einzelnen Bundesländern und für das gesamte Bundesgebiet nachvollziehen. 

*Stand: 08/2021; Ladepunkte, für die das Inbetriebnahmedatum nicht öffentlich bekannt ist, werden dem Bestand im aktuellen Jahr zugeordnet.

Daten: BNetzA Ladesäulenregister und bei der BNetzA gemeldete öffentliche Ladepunkte, Auswertung: Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur

Ein wichtiger Schritt zu mehr Klimaschutz im Straßenverkehr ist der Ausbau der E-Mobilität. Dieses Ziel ist ein Schwerpunkt des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung.

Voraussetzung dafür, dass mehr Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein können, ist ein möglichst dichtes Netz an öffentlich zugänglichen Ladepunkten. In Deutschland sollen bis 2030 eine Million von ihnen entstehen. Das hat die Bundesregierung mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur beschlossen. Die Automobilwirtschaft will bis 2022 mindestens 15.000 öffentliche Ladepunkte und bis 2030 100.000 Ladepunkte auf ihren Betriebsgeländen und beim angeschlossenen Handel beisteuern.

300 Millionen Euro Bundesförderung

Seit 2017 unterstützt die Bundesregierung Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und Privatpersonen dabei, Ladepunkte zu errichten – zum Beispiel auf Parkplätzen, in der Nähe von Supermärkten oder in Orts- und Stadtzentren. Insgesamt 300 Millionen Euro standen dafür im Rahmen des Bundesförderprogramms Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zur Verfügung. Das Förderprogramm wird 2021 mit einem Fördervolumen von 500 Millionen Euro neu aufgelegt.

Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums koordiniert die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur den Ausbau von Ladepunkten in Deutschland. Die Bundesnetzagentur erfasst die Zahlen zur gesamten öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur. Demnach sind in Deutschland bereits über 37.000 öffentliche Ladepunkte verfügbar (Stand 01.03.2021).

Ladeinfrastruktur vor Ort

In der neuen Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur vor Ort“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur können kleine und mittlere Unternehmen, kleine Stadtwerke und Kommunen sowie Unternehmen des Einzelhandels und des Hotel- und Gastgewerbes vom 12. April bis 31. Dezember 2021 Anträge zur Förderung des Aufbaus von Ladeinfrastruktur einreichen. Ziel ist es, den Aufbau von Ladestationen an attraktiven Zielorten des Alltags zu beschleunigen: an Supermärkten, Hotels, Restaurants und kommunalen Einrichtungen wie etwa Schwimmbädern. Die Förderung hat ein Volumen von 300 Millionen Euro und deckt bis zu 80 Prozent der Investitionskosten. Anträge für das Programm nimmt die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen entgegen.

Schnelles Aufladen und Bezahlen

Auch auf langen Strecken muss die Versorgung mit Strom für Elektrofahrzeuge gewährleistet sein. Die Bundesregierung schreibt deshalb in einem ersten Schritt 1.000 Schnellladestandorte für den Mittel- und Langstreckenverkehr aus. An diesen Schnelladepunkten kann die Batterie eines Elektrofahrzeugs in rund 20 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Nutzerinnen und Nutzer können vor Ort mit Kredit- oder Girokarte zahlen.

Weitere Impulse für eine nutzerfreundliche Ladeinfrastruktur gingen von einem Spitzengespräch der Bundesregierung mit der Energiewirtschaft, kommunalen Unternehmen und der Automobilindustrie aus. Das Bundesverkehrsministerium plant, in den kommenden Jahren mehr als vier Milliarden Euro in die Ladeinfrastruktur zu investieren.

Lademöglichkeiten für Zuhause

Die Bundesregierung unterstützt den Kauf und die Installation privater Ladestationen für Elektroautos an Wohngebäuden – mit insgesamt 400 Millionen Euro. Mieter, Eigenheimbesitzer oder Vermieter erhalten damit beim Einbau privater Ladestationen 900 Euro Zuschuss vom Bund.

Neuregelungen für Gebäude- und Wohneigentümer hat die Bundesregierung ebenfalls auf den Weg gebracht: Größere Parkplätze, die zu Gebäuden gehören, müssen künftig mit Ladeinfrastruktur ausgestattet und der Einbau erlaubt werden. Mieter können in Zukunft von Vermietern die Erlaubnis zum Einbau einer E-Ladestation verlangen, wenn die Mieter die Kosten tragen.

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