Verkehr

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Im Vergleich zu 1990 müssen sich die Emissionen im Verkehr bis 2030 um 40 bis 42 Prozent verringern. Mit einem Paket aus Förderung der Elektromobilität, Stärkung der Bahn und CO2-Bepreisung soll das erreicht werden.

Grafik zeigt geplante Einsparungen im Verkehrsbereich

Der Verkehrssektor muss seine Emissionen um 40 bis 42 Prozent im Vergleich zu 1990 auf 98 bis 95 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2030 mindern.

Foto: Bundesregierung

Eine Million Ladepunkte für Elektromobilität

In Deutschland sollen bis 2030 insgesamt eine Million Ladepunkte zur Verfügung stehen. Die Bundeskabinett hat dafür im November 2019 einen "Masterplan Ladesäuleninfrastruktur" beschlossen.

In den nächsten zwei Jahren sollen 50.000 öffentliche Ladepunkte eingerichtet werden. Ab 2020 wird die Bundesregierung 50 Millionen Euro für private Lademöglichkeiten zur Verfügung stellen. Sie wird außerdem Ladepunkte an Kundenparkplätzen fördern. An allen Tankstellen soll man künftig Batteriefahrzeuge laden können.

Größere Parkplätze, die zu Wohn-, Firmen- oder sonstigen Gebäuden gehören, müssen künftig mit Ladeinfrastruktur ausgestattet werden. Um den Ausbau zu beschleunigen, hat die Bundesregierung ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht.

Umstieg auf Elektrofahrzeuge fördern

Bis 2030 sollen sieben bis zehn Millionen Elektrofahrzeuge in Deutschland zugelassen sein, ist das Ziel der Bundesregierung.

Bundesregierung und Automobilindustrie haben die Kaufprämie , den "Umweltbonus" für E-Autos erhöht: auf bis zu 6.000 Euro für Elektro- oder Brennstoffzellen betriebene Autos. Bis zu 4.500 Euro beträgt der Zuschuss beim Kauf eines von außen aufladbaren Hybridelektrofahrzeugs.  Der neue Umweltbonus gilt rückwirkend für alle Fahrzeuge, die ab dem 5.11.2019 zugelassen wurden und bis zum 31.12.2025.
Darüber hinaus gelten seit Anfang 2020 weitere steuerliche Anreize für Elektrofahrzeuge.

Billiger Bahn fahren, teurer fliegen

Die Mehrwertsteuer auf Fernbahntickets ist zum 1. Januar 2020 auf den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent gesunken. Das macht Bahnfahren ein Stück weit attraktiver. Im Flugverkehr wird im Gegenzug die Luftverkehrsabgabe ab April 2020 erhöht.

Öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen

Die Bundesregierung hat die Bundesmittel für den Öffentlichen Nahverkehr auf eine Milliarde Euro jährlich ab 2021 erhöht. Damit soll das Nahverkehrsnetz ausgebaut werden. Ab 2025 soll der Bundesanteil zwei Milliarden Euro jährlich betragen. Zudem sollen Busflotten mit elektrischen, wasserstoffbasierten und Biogas-Antrieben gefördert werden. 50 Prozent der Stadtbusse sollen bis 2030 elektrisch fahren.

Investitionen in die Bahn

Bis 2030 investieren der Bund und die Deutsche Bahn 86 Milliarden Euro in das Schienennetz. Mit der Erweiterung des elektrifiziertes Netzes und der Digitalisierung der Leit- und Sicherheitstechnik werden Kapazitäten und Effizienz auf der Schiene steigen.
Auch der Güterverkehr wird von dieser Modernisierung profitieren. Um mehr Güter vom Lkw auf die Schiene zu verlagern, will die Bundesregierung zudem den Einzelwagenverkehr als Alternative fördern. Er gilt als Basis des Schienengüterverkehrs. Das Streckennetz für längere Güterzüge soll ebenfalls erweitert werden.

Mit zwei Gesetzen will die Bundesregierung die Genehmigungs- und Planungsverfahren für den Schienenausbau beschleunigen.

Konsequent CO2-bezogene Reform der Kfz-Steuer

Die Bundesregierung will die Kfz-Steuer stärker an den CO2-Emissionen ausrichten. Mit der geplanten Reform der Kfz-Steuer für Pkw soll die Steuer für Neuzulassungen ab Januar 2021 hauptsächlich an den  CO2-Emissionen bemessen werden und bei mehr als 95 Gramm CO2 pro Stundenkilometer schrittweise steigen.


Der Verkehrssektor ist nach der Energiewirtschaft und der Industrie mit knapp 19 Prozent CO2-Austoß der drittgrößte Verursacher von Treibhausgas. Den weitaus größten Teil (96 Prozent) der Verkehrsemissionen verursacht der Straßenverkehr. Für knapp 61 Prozent davon sind Benzin- und Diesel-Pkw verantwortlich. Seit 1990 ist der CO2-Ausstoß des Verkehrs nicht gesunken. Grund: Die Fahrzeuge sind zwar energieeffizienter, aber es fahren sehr viel mehr auf den Straßen als etwa vor 30 Jahren – 71 Prozent mehr Lkw und 31 Prozent mehr Pkw. In Deutschland sind rund 47 Millionen Pkw angemeldet. Um die Klimaziele zu erreichen, werden mehr klimafreundlichere, effizientere Fahrzeuge gebraucht.

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