Wir stärken den Ökolandbau

Klimaschutz mit Biss Wir stärken den Ökolandbau

Unsere Ernährung sichern und unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützen – all das muss die Landwirtschaft leisten. Ihr Treibhausgasausstoß soll um rund zehn Millionen Tonnen CO2-Äquivalente bis 2030 sinken. Dazu müssen Landwirte die Tierhaltung und den Einsatz von Düngemitteln umstellen – hin zu weniger Emissionen und mehr ökologischem Landbau. Die Bundesregierung unterstützt sie dabei.

Mit verschiedenen Programmen fördert die Bundesregierung den Ökolandbau.

Foto: Bundesregierung

Vor allem durch Tierhaltung und Düngung verursacht die Landwirtschaft rund acht Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen. Lagen die Emissionen vor 30 Jahren noch bei 90 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, waren es 2019 etwa 68 Millionen Tonnen. Im Bundes-Klimaschutzgesetz ist geregelt, dass die Emissionen ab 2021 jährlich um mindestens eine Million Tonnen auf 58 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2030 weiter sinken müssen.

Ökolandbau verdoppeln

Der Anteil des ökologischen Landbaus soll sich in den kommenden zehn Jahren verdoppeln, von derzeit 9,7 Prozent bis auf 20 Prozent im Jahr 2030. Durch die Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Flächen können zwischen 0,4 bis 1,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente jährlich eingespart werden. Dies liegt in erster Linie an der Einsparung von Mineraldüngern, bei deren Herstellung Treibhausgase entstehen.

Grafik zum Ökolandbau (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

2030 sollen doppelt so viele Flächen ökologisch bewirtschaftet werden wie heute. Bund und Länder fördern das pro Jahr mit fast 110 Millionen Euro.

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Bund und Länder können den Ökolandbau im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" jährlich mit fast 110 Millionen Euro fördern. Das "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" wurde deutlich aufgestockt: Die Bundesregierung stellt allein 2020 fast 29 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Bundesregierung will die rechtliche und finanzielle Förderung für besonders umweltfreundliche und nachhaltige Verfahren der Landwirtschaft weiterentwickeln und Möglichkeiten zur klimaneutralen Land- und Forstwirtschaft intensiv erforschen.

Vom Hof auf den Tisch

Die Bundesregierung setzt sich für eine neue europäische Gemeinsame Agrarpolitik ein, die auf "mehr Umwelt-, mehr Klimaschutz und mehr Tierwohlstandards" ausgerichtet ist. Sie will dazu die Biodiversitätsstrategie und die "Farm-to-Fork-Strategie" ("Vom Hof auf den Tisch") als Teile des European Green Deal voranbringen und in der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik berücksichtigen: Für kürzere Lieferketten, weniger Düngemittel und Pestizide, mehr biologische Landwirtschaft und besseren Tierschutz.