Klimaschutz

Bauen und Wohnen

14 Prozent der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland (120 Millionen Tonnen) kommen aus dem Gebäudesektor. Im Jahr 2030 dürfen es in diesem Bereich nur noch 72 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr sein.

Grafik zeigt Maßnahmen zur Senkung des CO2-Ausstoßes im Gebäudesektor.

Im Jahr 2030 darf der gesamte Gebäudesektor nur noch höchstens 72 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr emittieren.

Foto: Bundesregierung

Mit einem Mix aus verstärkter Förderung, CO2-Bepreisung sowie durch ordnungsrechtliche Maßnahmen will die Bundesregierung Bauen und Wohnen in Deutschland klimafreundlicher machen.

Der Anteil der CO2-Emissionen von Gebäuden ist eigentlich etwa doppelt so hoch. Er müsste also nicht 14 sondern 28 Prozent betragen. Denn weitere Emissionen entstehen bei der Herstellung von Strom und Fernwärme oder von Baustoffen. Obwohl man die Produkte maßgeblich im Gebäudesektor benötigt, werden die Emissionen der Energiewirtschaft und der Industrie zugerechnet. Das macht deutlich, wie wichtig es für das Klima ist, Gebäude energetisch zu sanieren, alte Heizungen auszutauschen und umweltschonendes Baumaterial einzusetzen.

Energetische Sanierung steuerlich fördern

Energetische Sanierungsmaßnahmen wie der Heizungstausch, der Einbau neuer Fenster, die Dämmung von Dächern und Außenwänden sollen ab dem 1. Januar 2020 steuerlich gefördert werden: Die Steuerzahlung kann um 20 Prozent der Sanierungskosten gemindert werden – verteilt über drei Jahre. Davon profitieren Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen.

Die Förderung über die bestehenden Programme, etwa der KfW oder des Bundeamtes für Ausfuhrkontrolle, wird optimiert und um 10 Prozent erhöht.

Heizanlagen erneuern

Es lohnt sich, in den kommenden Jahren von alten Öl- und Gasheizungen auf klimafreundliche Anlagen oder direkt auf erneuerbare Wärme umzusteigen. Dafür wird es eine "Austauschprämie" mit einer 40 prozentigen Förderung geben.

Ab 2026 soll in Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, der Einbau von Ölheizungen nicht mehr erlaubt sein.

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