G7 will Klimaclub gründen

G7-Gipfel in Schloss Elmau G7 will Klimaclub gründen

Die G7 will den Vorschlag von Bundeskanzler Scholz für einen Klimaclub umsetzen. „Wir werden mit Partnern daran arbeiten, im Einklang mit internationalen Regeln bis Ende 2022 einen offenen und kooperativen internationalen Klimaclub ins Leben zu rufen“, heißt es in einer G7-Erklärung, die nach dem Treffen der Staats- und Regierungschefs in Elmau veröffentlich wurde.

Gruppenfoto der G7 Teilnehmer vor Gebirge

„Wir brauchen mehr Ehrgeiz, mehr Ambitionen, um unsere Klimaziele zu erreichen“, betonte Kanzler Scholz beim G7-Gipfel. 

Foto: Bundesregierung/Balk

Als zwischenstaatliches Forum soll der Klimaclub allen Ländern offenstehen, die sich zur uneingeschränkten Umsetzung des Übereinkommens von Paris bekennen sowie zu den Beschlüssen, die auf seiner Grundlage gefasst wurden. Partner wie die großen Emittenten, die G20 sowie Entwicklungs- und Schwellenländer sind eingeladen, die Diskussionen und Beratungen mit der G7 dazu zu intensivieren.

Kanzler Scholz: „Wir sind uns einig“

„Wir sind uns einig“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz zum Abschluss des dreitägigen Gipfeltreffens in Schloss Elmau: „Wir brauchen mehr Ehrgeiz, mehr Ambitionen, um unsere Klimaziele zu erreichen“. Dazu trage die G7 mit dem Klimaclub bei. Dieser soll auf drei Säulen beruhen:

  • der Förderung ehrgeiziger Klimaschutzmaßnahmen zur Reduzierung der Emissionsintensität auf dem Weg hin zu Klimaneutralität,
  • dem gemeinsamen Umbau von Industriezweigen, um die Dekarbonisierung voranzutreiben,
  • internationalen Partnerschaften, um Klimaschutzmaßnahmen zu erleichtern und eine gerechte Energiewende zu fördern.

Jedes G7-Mitglied wird Ministerinnen oder Minister benennen, die für die Erarbeitung eines umfassenden Mandats zuständig sind. Auch sollen sie Kontakt zu interessierten Partnern aufnehmen. Die Ministerinnen und Minister sollen den G7-Staats- und Regierungschefs über die nächsten Schritte zur Gründung des Klimaclubs bis Ende 2022 Bericht erstatten. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der Internationale Währungsfonds (IWF), die Internationale Energieagentur (IEA) und die Welthandelsorganisation (WTO) werden ersucht, diesen Prozess zu unterstützen.