Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung

Die Bundesregierung trägt durch die direkte Förderung von Forschung und Entwicklung dazu bei, dass Deutschland klimafreundliche Technologien weiter ausbaut. Dazu gehören unter anderem die Fertigung von Batteriezellen und der Einsatz von Wasserstoff als "grünem" Energieträger.

Batteriezellenfertigung in Deutschland stärken

Das Herzstück jeder Batterie ist die Batteriezelle, auf die auch der größte Teil der Wertschöpfung entfällt. Beim Elektroauto sind das bis zu 40 Prozent. Auch viele andere Anwendungen benötigen Batterien: von Smart Watches, Medizintechnik oder Werkzeugen, bis hin zu großen stationären Batteriespeichern, die regenerativen Strom bereitstellen.

Die Batteriezellfertigung ist ein zentraler Baustein für den Ausbau der Elektromobilität und die Integration erneuerbarer Energien ins Stromsystem. Um mehrere Entwicklungs- und Produktionsstandorte zu etablieren, fördert die Bundesregierung die Batteriezellfertigung in Deutschland mit bis zu drei Milliarden Euro. Ihre gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Bedeutung rechtfertigt eine staatliche Förderung, die über das Maß zum Beispiel der reinen Forschungsförderung hinausgeht. Neben nationalen Forschungs- und Innovationsanstrengungen sowie der darauf gegründeten industriellen Pilotproduktion entsteht größtmöglicher Nutzen aus der kompletten "Wertschöpfungskette Batterie".

Wasserstoff zentral für klimafreundliche Wirtschaft

Ein weiteres Schlüsselelement für den Umbau zur klimaneutralen Wirtschaft ist neben Energieeffizienz und erneuerbaren Energien der Wasserstoff. Mit der Nationalen Wasserstoffstrategie will die Bundesregierung Deutschland zum weltweit führenden Ausrüster für moderne Wasserstofftechnologien machen. Sie investiert sieben Milliarden Euro, damit Wasserstoff marktfähig wird.

Grafik zur Wasserstoffstrategie (Weitere Beschreibung unterhalb des Bildes ausklappbar als "ausführliche Beschreibung")

Die Bundesregierung fördert Forschung und Entwicklung von klimafreundlichem Wasserstoff. Wasserstofftechnologien sind die Zukunft für viele Anwendungen etwa in der Industrie.
 

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Foto: Bundesregierung

Die Einsatzmöglichkeiten für Wasserstoff in den Sektoren Energie, Industrie und Verkehr sind vielfältig. Er soll dabei vorrangig dort eingesetzt werden, wo eine Dekarbonisierung, also ein Wirtschaften ohne fossile Energieträger, ansonsten nicht oder nur sehr aufwendig möglich ist. Wasserstoff eignet sich zur flexiblen Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien sowie insbesondere als Rohstoff für industrielle, vor allem chemische, Prozesse. Im Verkehr kann er beispielsweise im Bahn- und Schiffsverkehr und perspektivisch möglicherweise auch für Flugzeuge sowie für Fahrzeugantriebe von Bussen oder Lkw eingesetzt werden. Der Wasserstoffstrategie liegt ein technologieoffener Ansatz zugrunde. Im Fokus der Förderung steht der Einsatz von "grünem" Wasserstoff als Energieträger, der aus erneuerbarem Strom erzeugt wird.

Synthetische Kraftstoffe

Die Bundesregierung lässt Alternativen für eine CO2-freie Mobilität technologieoffen prüfen und erforschen. Synthetische Kraftstoffe sind nahezu klimaneutral, wenn sie aus erneuerbaren Energien, Wasser und CO2 hergestellt werden. An den Forschungsinitiativen "Nachhaltige Mobilität mit synthetischen Kraftstoffen" und "Energiewende im Verkehr" beteiligen sich zahlreiche Partner aus Wissenschaft, Automobil-, Zulieferer-, Mineralöl- und Chemieindustrie. Die Bundesregierung stellt hierfür rund 100 Millionen Euro bereit.

Forschung für den Klimaschutz

Die Bundesregierung investiert in den kommenden Jahren in die Forschung für den Klimaschutz. Es geht dabei beispielsweise auch um neue Verfahren zur schonenderen Verwendung nachwachsender Rohstoffe (Bioökonomie), Pilotprojekte für klimaneutrale Städte, kohlenstofffreie Industrieprozesse oder die Bedeutung der Finanzwirtschaft für den Klimaschutz. Zudem fördert die Bundesregierung mit dem Energieforschungsprogramm innovative Energietechnologien. Sie leisten entlang der gesamten Energiekette, von der Erzeugung, dem Transport und der Speicherung bis hin zur Anwendung in verschiedenen Sektoren einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz.