Jahresbericht 2016/2017

Medien

Hörfunksprecher in einem Studio der Deutschen Welle

Im Hörfunkstudio der Deutschen Welle

Foto: Engelbert Reineke

Angemessene Vergütung für Kreative

Das Urheberrecht regelt die Rahmenbedingungen für Verträge zwischen Urhebern und ausübenden Künstlern einerseits und Verwertern andererseits - beispielsweise mit Verlagen, Plattenfirmen oder Sendeunternehmen. Urheber und ausübende Künstler können mit dem neuen Gesetzes ihren Anspruch auf angemessene Vergütung besser durchsetzen. Es trat am 1. März 2017 in Kraft.

Bildungs- und wissenschaftsfreundliches Urheberrecht

Zukünftig wird es einfacher, urheberrechtlich geschützte Materialien aus Literatur, Kunst und Wissenschaft in der Schule oder Hochschule im Kontext von Forschung und Lehre zu nutzen. Das Urheberrecht wird entsprechend geändert.

Deutsche Welle

Die Deutsche Welle ist der Auslandsrundfunk Deutschlands. Als mediale Visitenkarte ist sie eine bedeutende Kulturbotschafterin im Ausland. Sie vermittelt mit ihren Angeboten in Fernsehen, Radio und Internet die Positionen und Werte Deutschlands und fördert die deutsche Sprache. Vor dem Hintergrund der außenpolitischen Entwicklung hat der Bund den Etat der Deutschen Welle in dieser Legislaturperiode von 277 Millionen Euro (2014) auf 325 Millionen Euro (2017) erhöht. Wegen der krisenhaften Entwicklungen und der Bedrohung von Pressefreiheit in vielen Ländern werden die russisch-, ukrainisch-, arabisch- und türkischsprachigen Programme gestärkt. Auch die Programme für Migranten und für Menschen in den Herkunftsländern können fortgesetzt werden.

Filmförderung

Die Bundesregierung fördert den deutschen Film und die deutsche Filmwirtschaft. Ein Erfolgsmodell mit positiven Effekten für die gesamte Filmwirtschaft ist der "Deutsche Filmförderfonds" (DFFF). Zur weiteren Stärkung des Filmstandorts Deutschland hat die Bundesregierung den DFFF 2017 um 25 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro erhöht. Der damit neu geschaffene Deutsche Filmförderfonds II soll einen zusätzlichen Anreiz für nationale und internationale Großaufträge schaffen und die deutschen Produktionsstandorte wie die Filmstudios in Potsdam-Babelsberg, München oder auch Köln wettbewerbsfähig halten.

Die Bundesregierung hat den Entwurf für ein neues Filmförderungsgesetz (FFG) beschlossen. Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz im November 2016 verabschiedet. Ziele sind nicht nur eine effektive, erfolgreiche Förderung des deutschen Qualitätsfilms, sondern auch der flächendeckende Erhalt der Kinos als Kulturort. Das FFG ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Erstmals ist darin auch eine geschlechtergerechte Besetzung der Gremien geregelt.

Die neue Richtlinie für die kulturelle Filmförderung des Bundes stärkt vor allem die Produktionsförderung im Bereich des Langfilms (Spiel- und Dokumentarfilm, Kinderfilm). Die Drehbuchförderung im Spielfilmbereich wurde ausgebaut und eine Stoffentwicklungsförderung für Dokumentarfilme eingerichtet. Unabhängig von Standorteffekten oder Erwartungen an den ökonomischen Erfolg eines Films sollen Filmemacher ermutigt werden, mit Kreativität, Mut und Experimentierfreude innovative Projekte zu realisieren.

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