Jahresbericht 2016/2017

Entwicklungszusammenarbeit

Afrikanische Schulkinder in einer Vorschule in Tansania

Schulprojekt in Tansania

Foto: picture alliance / dpa

EINEWELT – Unsere Verantwortung – Unter diesem Leitgedanken gestaltet die Bundesregierung die deutsche Entwicklungszusammenarbeit. Deutschland trägt zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung bei. Mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie geht die Bundesregierung bei der Umsetzung in Deutschland voran. Zudem unterstützt sie Partnerländer sowie multilaterale Akteure dabei, die Agenda 2030 vor Ort und auf internationaler Ebene mit Leben zu erfüllen. Dabei arbeitet sie eng mit Partnern aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft, Ländern und Kommunen sowie weiteren Akteuren, etwa aus der Wissenschaft oder dem Gesundheitssektor, zusammen.

Im April 2017 hat die Bundesregierung ihren 15. Entwicklungspolitischen Bericht vorgelegt. Weltweit leiden noch immer 800 Millionen Menschen an Hunger, gelten über 700 Millionen als extrem arm und sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Der Bericht leitet aus diesen Herausforderungen politische Konsequenzen ab und schlägt Weichenstellungen für eine Entwicklungspolitik der Zukunft vor. Sie strebt eine Welt ohne Armut und Hunger an, soll Fluchtursachen mindern, Frieden sichern, die Weltwirtschaft gerechter gestalten und globale Partnerschaften stärken.

Bedingt durch die teilweise anrechenbaren Flüchtlingsausgaben im Inland erreichte Deutschland nach Angaben der OECD 2016 erstmals die Zielgröße von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (sogenannte ODA-Quote). Ohne deren Anrechnung läge die Quote bei 0,52 Prozent, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Geber für bilaterale Entwicklungszusammenarbeit weltweit. Die gestiegenen deutschen Leistungen für die weltweite Entwicklungszusammenarbeit sind Ausdruck der wachsenden Bedeutung der Entwicklungspolitik bei der Bewältigung globaler Probleme.

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