Jahresbericht 2015/2016

Sport

Die Sportförderung des Bundes konzentriert sich auf den Spitzensport sowie auf solche herausragenden Aktivitäten, an denen ein gesamtstaatliches Interesse besteht. Für den Spitzensport stehen 2016 im Bundesministerium des Innern rund 180 Millionen Euro zur Verfügung.

Spitzensportler sind Vorbilder. Ihre Erfolge motivieren viele junge Menschen zu eigener sportlicher Aktivität. Ein Beispiel dafür ist der Erfolg der deutschen Handballnationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Polen. Auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro konnte das deutsche Team großartige Erfolge verbuchen. Mehr als 400 Deutsche kämpften um die Platzierungen, am Ende erreichte Deutschland Platz 5 im Medaillenspiegel.

Die deutsche Paralympics-Mannschaft konnte ebenfalls bei den Spielen in Rio de Janeiro zahlreiche Siege feiern und belegte den 6. Platz im Medaillen-Ranking. Insgesamt 155 Athleten aus Deutschland waren in Brasilien am Start.

Kampf gegen Doping

Doping beeinträchtigt den fairen sportlichen Wettkampf. Das Gesetz zur Bekämpfung von Doping im Sport vom 18. Dezember 2015 sieht eine Reihe von Maßnahmen gegen Doping vor. Es schützt nicht nur die Gesundheit von Sportlern, sondern auch die Integrität des sportlichen Wettbewerbs.

Das Anti-Doping-Gesetz verschärft die strafrechtlichen Konsequenzen. Durch den neuen Straftatbestand des Selbstdopings können erstmals gezielt auch dopende Leistungssportler strafrechtlich erfasst werden. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland mit den neuen Regelungen im Kampf gegen Doping weit vorn.

Der Bund unterstützt zudem die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) mit jährlich über 6,3 Millionen Euro. Die NADA setzt sich mit einem Dopingkontrollsystem und Dopingprävention für sauberen Sport ein. Die Bundesregierung trägt auch zur Finanzierung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) bei. Die Institution in Montreal erhält jährlich rund 700.000 Euro aus dem Bundeshaushalt. Mit dem 2. Dopingopfer-Hilfegesetz vom 2. Juli 2016 werden weitere anerkannte DDR-Dopingopfer finanziell unterstützt.

Maßnahmen gegen Sportwettbetrug

Betrug bei Sportwetten kann in Zukunft leichter strafrechtlich verfolgt werden. Auch Manipulation im Profisport ist zukünftig eine Straftat. Ein Gesetzentwurf ist im parlamentarischen Verfahren. Sportwettbetrug und Manipulationen sollen künftig auch mit den Mitteln des Strafrechts bekämpft werden. Künftig ist es strafbar, wenn beispielsweise ein Sportler bei einer Sportwette Geld dafür erhält, dass er einen Wettbewerb manipuliert. Das gilt auch für Vereinbarungen mit Trainern, Schieds-, Wertungs- oder Kampfrichtern.

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