Jahresbericht 2015/2016

Erinnern und Gedenken

Das Alliiertenmuseum Outpost in Berlin

Alliiertenmuseum Outpost in Berlin

Foto: Alliiertenmuseum Berlin

Aufarbeitung der NS-Vergangenheit zentraler Behörden

Das Institut für Zeitgeschichte hat im Februar 2016 eine Studie des Zentrums für Zeithistorische Forschung "Die zentralen deutschen Behörden und der Nationalsozialismus - Stand und Perspektiven der Forschung" veröffentlicht. Die Bundesregierung hat die Anregung aufgenommen, mit einem innovativen, übergreifenden Forschungsprogramm einen neuen Ansatz zu der Forschung über die NS-Vergangenheit zentraler deutscher Behörden zu finden. Mit dem Programm sollen Forschungslücken zu bislang nicht näher untersuchten Behörden geschlossen und ressortübergreifende Querschnittsprojekte angestoßen werden. Die BKM stellt dafür von 2017 bis 2020 insgesamt 4 Millionen Euro zur Verfügung. Ein eigener Programmteil befasst sich mit der Geschichte des Bundeskanzleramtes. Dafür stehen bis zu 1 Millionen Euro zur Verfügung.

Alliierten-Museum in Berlin

Für den Umzug und die Neueinrichtung des Alliierten-Museums an den ehemaligen Flughafen Tempelhof stehen Mittel in Höhe von bis zu 27,1 Millionen Euro bereit. Mit der Umsetzung des Projektes kann begonnen werden, sobald die Räumlichkeiten vom Land Berlin zur Verfügung gestellt werden.

Robert-Havemann-Gesellschaft gesichert

Im April 2016 haben der Bund und das Land Berlin beschlossen, die Robert-Havemann-Gesellschaft zukünftig gemeinsam dauerhaft zu fördern. Die Arbeit der Gesellschaft widmet sich der Friedlichen Revolution in der DDR 1989/90. Die Förderung soll ab 2018 die bisherigen begrenzten Projektförderungen ablösen und die Voraussetzungen für eine langfristige Sicherung der Havemann-Gesellschaft schaffen. Die Open-Air-Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft ist auf dem Gelände der ehemaligen Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg im Juni 2016 neu eingerichtet worden.

Kulturförderung nach § 96 Bundesvertriebenengesetz

Die Bundesregierung hat die Konzeption zur Erforschung, Bewahrung, Präsentation und Vermittlung der Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa nach § 96 Bundesvertriebenengesetz im Februar 2016 beschlossen. 2015 standen in diesem Förderbereich insgesamt 23,7 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel für die Kooperation und den Kulturaustausch mit den Bezugsregionen sowie für grenzüberschreitende Projekte sind um 1 Million Euro aufgestockt worden.

Zukunft der Stasi-Unterlagen-Behörde

Der Deutsche Bundestag hat am 9. Juni 2016 beschlossen, die Aufarbeitung der SED-Diktatur konsequent fortzuführen. Danach erarbeiten die BStU und das Bundesarchiv ein gemeinsames Konzept, um die Stasi-Akten in das Bundesarchiv zu überführen und zu sichern.

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