Jahresbericht 2015/2016

Bildung

Drei Studenten vor einer Tafel mit mathematischen Formeln

Duales Studium in Berlin

Foto: Burkhard Peter

Mehr BAföG

Seit Beginn des Wintersemesters 2016/17 bekommen Studierende sowie Schülerinnen und Schüler sieben Prozent mehr BAföG. Auch die Zuschläge zur Kranken- und Pflegeversicherung, für Kinderbetreuung und das Wohngeld sind gestiegen. Für Studierende mit eigener Wohnung gibt es maximal 735 Euro im Monat (vorher 670 Euro). Frei bleiben ein Minijob von 450 Euro im Monat und 7.500 Euro eigenes Vermögen. Weil der Einkommensfreibetrag der Eltern um sieben Prozent erhöht wurde, können mehr junge Menschen BAföG erhalten. Seit 2015 finanziert der Bund das BAföG zu 100 Prozent und entlastet damit die Länder um rund 1,17 Milliarden Euro jährlich.

Beruflicher Aufstieg mit Meister-BAföG

Sich zur Handwerks- oder Industriemeister, zum Erzieher oder zum Betriebswirt weiterzubilden lohnt sich. Das Aufstiegs-BAföG unterstützt aufstrebende Fachkräfte dabei finanziell - und seit dem 1. August 2016 mit höheren Fördersätzen und Zuschüssen für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, für Lebensunterhalt und Familie. Zugleich wird die Förderung geöffnet für Studienabbrecher und Bachelorabsolventen.

Gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz

Seit 1995 gab es nicht mehr so viele Angebote für Ausbildungssuchende: Bis Ende September 2016 waren knapp 547.000 Berufsausbildungsstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Das zeigt die Ausbildungsmarktbilanz 2015/16. Zusammen mit den Partnern der Allianz für Aus- und Weiterbildung hat die Bundesregierung viel auf den Weg gebracht, um mehr junge Menschen in Ausbildung zu bringen und die Zahl der unbesetzten Plätze zu senken. Die Assistierte Ausbildung hilft jungen Menschen mit schlechten Startchancen und den Betrieben, damit die Ausbildung gelingt. Kammern und Arbeitsagenturen arbeiten zusammen, damit Azubis mobiler werden.

Hochschulpakt 2020 für mehr Studienplätze

Studieren ist beliebt wie nie. Fast die Hälfte der Schulabgänger beginnt heute ein Studium. Bis 2020 wird die Zahl der Studienanfänger weiter steigen. Mit dem " Hochschulpakt 2020" finanziert der Bund zusammen mit den Ländern 760.000 zusätzliche Studienplätze. Bund und Länder wollen erreichen, dass mehr Studierende ihr Studium erfolgreich abschließen. Um die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen zu verbessern, erhält der " Qualitätspakt Lehre" zusätzliche Mittel.

Stärkung des Wissenschaftsstandortes Deutschland

Die Exzellenzstrategie setzt die erfolgreiche Förderung der Spitzenforschung an deutschen Hochschulen fort. Mit der Förderinitiative Innovative Hochschule wird der Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft unterstützt.

Mehr Planungssicherheit für junge Wissenschaftler

Die Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes erleichtert seit März 2016 die Arbeitsbedingungen für Nachwuchswissenschaftler. Befristete Arbeitsverträge an staatlichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen den angestrebten Qualifizierungen entsprechen. Damit junge Wissenschaftler Arbeit und Familienpflichten besser in Einklang bringen, sind längere Vertragslaufzeiten vorgesehen.

Neues Tenure-Track-Programm

Ab 2017 fördert der Bund mit einer Milliarde Euro 1.000 zusätzliche Tenure-Track-Professuren. Damit können Wissenschaftler, die sich bewährt haben, Lebenszeitprofessuren erhalten.

Berufsanerkennung für Europäer vereinfacht

Seit Anfang 2016 können Migranten aus der EU ihre Berufsqualifikation schneller feststellen lassen. Wer aus einem EU-Mitgliedstaat nach Deutschland kommt und hier arbeiten will, kann seinen Antrag auf Berufsanerkennung auch elektronisch stellen. Die Anerkennungsstellen sind miteinander vernetzt.

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