Jahresbericht 2014/2015

25 Jahre Freiheit und Einheit

Bürgerfest am Brandenburger Tor "'25 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall"

Bürgerfest am Brandenburger Tor "'25 Jahre Friedliche Revolution und Mauerfall"

Foto: Bundesregierung/Bolesch

2014 und 2015 konnten sich die Deutschen an die glücklichste Phase ihrer jüngsten Geschichte erinnern: an die Friedliche Revolution in der ehemaligen DDR 1989, die zum Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands führte. Am 3. Oktober 2015 haben weit über hunderttausend Menschen mit einem großen Fest in Frankfurt am Main den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit gefeiert.

25 Jahre Freiheit und Einheit

Das 25-jährige Jubiläum der wichtigen zeitgeschichtlichen Ereignisse war Anlass, sich bewusst zu machen, dass Demokratie und Freiheit nicht selbstverständlich sind. Für die Öffentlichkeitsarbeit zum Jubiläum hatte der Deutsche Bundestag zwei Millionen Euro zusätzlich bewilligt:

  • Das Bundespresseamt erinnert seit Anfang 2014 an die Ereignisse vor 25 Jahren auf einer eigenen Internetseite www.freiheit-und-einheit.de. Die umfassende Chronik zeichnet die Ereignisse von der Friedlichen Revolution, dem Fall der Mauer bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands zwischen Januar 1989 und Oktober 1990 nach. Sie enthält neben Texten und historischen Fotos auch Filmporträts, Interviews mit Zeitzeugen und Videos mit Original-Tönen. Außerdem hat das BPA die Broschüre „25 Jahre Freiheit und Einheit“ und den Bildband „25“ herausgegeben.
  • Am großen Bürgerfest „Mut zur Freiheit“ vor dem Brandenburger Tor am 9. November 2014 haben über 300.000 Menschen aus Berlin, Deutschland und allen Teilen der Welt teilgenommen.
  • Von Ende März bis zum 3. Oktober 2015 war eine multimediale mobile Informationstour in Deutschland unterwegs. Die „Deutschlandreise“ hat in 20 Städten Station gemacht. Die Ausstellung nahm die Besucher mit auf eine filmische Reise: Auf vier Bildschirmen waren Ausschnitte aus Originalfilmen zu sehen, die an wichtige Ereignisse der vergangenen 70 Jahre erinnerten. Sie zeigten auch Beispiele für die Entwicklung der neuen Länder seit der Wiedervereinigung. Zusätzlich gab es an den Stationen der Tour Schulbesuche und Diskussionsveranstaltungen mit Zeitzeugen und Beteiligten des Vereinigungsprozesses 1989/1990.
  • Im Juli 2015 hat das BPA in einem dreiwöchigen Programm „Sommerkino“ sechs Kinofilme gezeigt, die sich mit verschiedenen Aspekten der Teilung und der Einheit Deutschlands befassen.
  • Ein Kinospot zum Thema „25 Jahre Freiheit und Einheit“ lief im Sommer über drei Wochen bundesweit in 1.000 Kinos.

Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Stiftung Berliner Mauer hält die Erinnerung an die geteilte Stadt und die Opfer der innerdeutschen Grenze wach. Die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde gehören heute mit mehr als 2.200 Besuchern pro Tag zu den meistbesuchten Gedenkstätten der Hauptstadt. Anhand von Führungen, Zeitzeugenberichten und einer Open-Air-Ausstellung auf einer Fläche von 3,5 Hektar wird die Geschichte der Teilung Berlins und der Fluchtbewegungen aus der DDR nachgezeichnet. Zudem leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur.

Bei der zentralen Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag des Mauerfalls hat Bundeskanzlerin Merkel am 9. November 2014 die neue Dauerausstellung „1961 | 1989. Die Berliner Mauer“ im neugestalteten Dokumentationszentrum der Gedenkstätte eröffnet. Für die Ausstellung und das Rahmenprogramm stellte der Bund rund 950.000 Euro zur Verfügung.

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