Jahresbericht 2013/2014

Netzausbau

Der Netzausbau ist unverzichtbarer Teil der Energiewende. Nur wenn das Stromnetz ausreichend modernisiert und ausgebaut ist, kann eine zuverlässige Versorgung mit Strom Quellen erfolgen. Deswegen wird künftig beides – Netzausbau und erneuerbare Energien – eng miteinander verzahnt.

Ausbau des Stromnetzes in Norddeutschland.

Der Netzausbau ist unverzichtbarer Teil der Energiewende.

Foto: Burkard Peter

Beteiligung der Öffentlichkeit

Der Bundesbedarfsplan ist das zentrale Instrument für den Ausbau des Übertragungsnetzes. Er beruht auf dem Netzentwicklungsplan, der jährlich in einem transparenten Verfahren unter Einbindung der Öffentlichkeit fortgeschrieben und - wenn nötig - an die aktuellen Entwicklungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien und im konventionellen Kraftwerkspark angepasst wird. Im August 2014 hat die Bundesnetzagentur den ersten Antrag auf Bundesfachplanung für eine Leitung aus dem Bundesbedarfsplan erhalten. Darüber wird unter Beteiligung der Öffentlichkeit entschieden.

Förderung der Akzeptanz

Der Ausbau der Stromnetze wie auch die Errichtung von Energieanlagen stoßen mancherorts auf Kritik bis Ablehnung. Der geplante Umbau der Energieversorgung gelingt aber nur, wenn die Bedürfnisse und Erwartungen von Bevölkerung, Industrie, Handel und Kommunen hinreichend berücksichtigt werden. Deshalb hat die Beteiligung der Öffentlichkeit bei Bauvorhaben einen hohen Stellenwert. Auch die Förderinitiative „Umwelt- und gesellschaftsverträgliche Transformation des Energiesystems“ legt einen Schwerpunkt auf Akzeptanz und Beteiligung. Die Bundesregierung fördert 33 Forschungsprojekte, die konkrete Lösungsvorschläge erarbeiten sollen, mit einem Volumen von rund 30 Millionen Euro.

Netz-Forschung

Die Stromleitungen müssen erhebliche Strommengen zum Teil über große Distanzen zwischen den Erzeugungsanlagen und den Verbrauchszentren transportieren. Auch erfordern die Schwankungen bei der Einspeisung aus erneuerbaren Energie neue Techniken und Konzepte. Die Förderinitiative "Zukunftsfähige Stromnetze" bringt Innovationen wie optimierte Übertragungs- und Verteiltechniken, intelligente Stromnetze, neue Konzepte zur Netzplanung und Betriebsführung und innovatives Lastmanagement voran. Im August 2014 konnten die ersten 83 Vorhaben starten, das Fördervolumen liegt bei etwa 157 Millionen Euro.