Sanktionen zeigen bereits Wirkung

Treffen der G7-Finanzminister Sanktionen zeigen bereits Wirkung

Unter deutscher G7-Präsidentschaft haben sich erstmals die Finanzministerinnen und Finanzminister besprochen. Der ukrainische Finanzminister Sergii Marchenko nahm auf Einladung von Christian Lindner ebenfalls an der virtuellen Sitzung teil. 

Foto zeigt Christian Lindner

Bundesfinanzminister Christian Lindner nach dem digitalen Treffen der G7-Finanzministerinnen und -minister.

Foto: picture alliance/dpa/Kay Nietfeld

Die Finanzministerinnen und Finanzminister der G7 haben sich am Dienstag das erste Mal virtuell unter deutscher Präsidentschaft getroffen. Zentrales Thema waren die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die Wirkungen der beschlossenen Sanktionen. Virtuell mit dabei waren auch die Notenbankgouverneurinnen und Notenbankgouverneure der G7

Auf Einladung des Bundesfinanzministers Christian Lindner nahm auch der ukrainische Finanzminister, Sergii Marchenko, an dem Treffen teilgenommen. 

Unmissverständliche Solidarität mit der Ukraine

Alle Teilnehmenden betonten ihre unmissverständliche Solidarität mit der Ukraine und die Relevanz der bereits beschlossenen Wirtschaftssanktionen. „Durch starke Koordination innerhalb der G7 können wir maximalen Druck auf Russland ausüben. Zudem sorgt die Geschlossenheit dafür, dass wir die Auswirkungen der Sanktionen auf unsere Volkswirtschaften begrenzen“, sagte Bundesfinanzminister Lindner nach dem Treffen. 

Der ukrainische Finanzminister Marchenko berichtete seinen Amtskolleginnen und -kollegen von der Situation in der Ukraine. „Die G7 haben ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine unterstrichen – wir werden auch weiter Schulter an Schulter mit dem ukrainischen Volk in seinem Kampf um Freiheit stehen“, betonte Lindner.

Wirtschaftliche und finanzielle Isolation

Ziel der Sanktionen sei die wirtschaftliche und finanzielle Isolation Russlands. Die unmittelbaren Auswirkungen der Sanktionen auf dem Finanzmarkt zeigten bereits die Wirksamkeit. „Die Ankündigung der Sanktionen gegen die russische Zentralbank und die Absicht, sanktionierte Finanzinstitutionen von SWIFT auszuschließen, hat bereits massive Auswirkungen auf russischen Kapitalmarkt und Währung“, sagte Lindner. Damit die Sanktionen ihre volle Kraft entfalten können, setzten alle Teilnehmenden des Treffens auf enge Abstimmung und konsequente Umsetzung.

Bekämpfung der Corona-Pandemie

Weitere Themen des virtuellen Austauschs waren die Bekämpfung der Corona-Pandemie und die makroökonomische Stabilität der Volkswirtschaften. Lindner verkündete die fortwährende Unterstützung des Programms „ Access to COVID-19 Tools Accelerators“ mit einem Anteil von 1,5 Milliarden US-Dollar. Deutschland ist der zweitgrößte Geber der Initiative, die die globale Pandemiebekämpfung zum Ziel hat. 

Weitere Informationen zum Treffen, sowie eine Aufzeichnung der anschließenden Pressekonferenz finden Sie beim Bundesfinanzministerium.