„Katastrophe von nationaler Dimension“

Bundesminister Scholz im Katastrophengebiet „Katastrophe von nationaler Dimension“

Der Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werde „viele Milliarden“ kosten, erklärte Bundesfinanzminister Olaf Scholz bei einem Besuch in Stolberg bei Aachen. Er versicherte: „Das was man mit Geld in Ordnung bringen kann, das werden wir mit Geld in Ordnung bringen.“

Olaf Scholz, Bundesminister der Finanzen, aufgenommen waehrend eines Besuchs in Schleiden zum Austausch mit Einsatzkraeften am THW Standort in Schleiden-Oberhausen.

Sagte Unterstützung zu: Bundesfinanzminister Olaf Scholz bei seinem Besuch im Katastrophengebiet.

Foto: picture alliance/photothek/Florian Gaertner

Bei einem gemeinsamen Besuch mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet im von der Flutkatastrophe schwer betroffenen Stolberg sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz den von den Unwettern verwüsteten Gebieten im Westen Deutschlands Unterstützung zu. Der Wiederaufbau werde „viele Milliarden“ kosten – „das Geld steht vom Bund und von den Ländern bereit“, so Scholz. Mit der Aufbauarbeit könne sofort begonnen werden. Der Minister machte sich sowohl in Stolberg bei Aachen als auch in Schleiden ein Bild von der Lage.

Allen beim Wiederaufbau helfen

Scholz geht davon aus, dass die Schäden durch die Überflutungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe von 2013 überträfen, als insgesamt elf Bundesländer betroffen waren. Für diese Wiederaufbauarbeiten seien bislang rund sechs Milliarden Euro ausgegeben worden.

„Wir wollen allen helfen beim Wiederaufbau, beim Ersatz der Schäden – und darum geht es ja auch um Milliarden“, sagte Scholz. Was jedoch niemand wieder gut machen könne, seien die zerstörten Leben, die zerstörte Gesundheit und alles das, was die Katastrophe in den Herzen und Köpfen der Menschen angerichtet habe. "Das, was man mit Geld in Ordnung bringen kann, das werden wir mit Geld in Ordnung bringen", versicherte der Bundesfinanzminister.

„Berührende Botschaft von Solidarität“

Er kündigte an, das Bundeskabinett werde am Mittwoch über Erleichterungen für Unternehmen in der betroffenen Region entscheiden. Noch vor der Bundestagswahl soll außerdem ein Gesetz verabschiedet werden, das die Weichen für den Wiederaufbau stellt. Das Unwetter von Mitte Juli sei eine „Katastrophe von nationaler Dimension“ gewesen. Die gegenseitige Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger sei eine „berührende Botschaft von Solidarität“.