G20 – Zweiter Gipfeltag

Unternehmensgründungen durch Frauen fördern

Am zweiten Gipfeltag hat die Kanzlerin ihre Freude über die Gründung eines Weltbank-Fonds geäußert, der Unternehmensgründungen von Frauen in Entwicklungsländern fördern soll.

Gruppenfoto vom Women's Entrepreneurship Facility-Event im Rahmen des G20-Gipfels.

Die unternehmerische Initiative von Frauen in Entwicklungsländern fördern - so lautet das Ziel des Weltbank-Fonds.

Foto: Bundesregierung/Güngör

Vor der Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Abschluss des G20-Gipfels in Hamburg wartete erneut ein umfangreiches Programm auf die Staats- und Regierungschefs. Zum Auftakt des zweiten Gipfeltages ging es um die Stärkung der Frauen-Agenda. Die Bundeskanzlerin hatte versprochen, die Empfehlungen der W20 in den G20-Prozess einzubringen und setzte das Thema auf die Tagesordnung.

Zu Beginn des zweiten G20-Gipfeltages hatten sich Kanzlerin Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der russische Präsident Wladimir Putin zu einem Gespräch über die weitere Umsetzung der Vereinbarungen von Minsk getroffen. Es herrschte Einigkeit darüber, dass der in den Minsker Vereinbarungen angestrebte Waffenstillstand umfassend umzusetzen sei.

Merkel: Frauenfonds bringt "wirklichen Mehrwert"

In ihrem Statement zum Start der "Women's Entrepreneurship Facility" der Weltbank bekräftigte Merkel ihre Freude über die Initiative. Diese stelle einen "wirklichen Mehrwert" für Frauen dar. Sie dankte dabei besonders dem Präsidenten der Weltbank, Kim Jim Yong, sowie US-Präsidententochter Ivanka Trump.

Merkel würdigte auch das Engagement weiterer Personen für den bei der Weltbank eingerichteten Fonds. Er hat das Ziel, Unternehmensgründungen von Frauen in Entwicklungsländern zu fördern. Neben der Kanzlerin sprachen auch der kanadische Premierminister Justin Trudeau sowie US-Präsident Donald Trump bei der Veranstaltung zum Start der Fonds-Initiative.

"G20 ist nicht bloß Gipfel, sondern Prozess"

Am Beispiel des Frauenfonds werde ersichtlich, "dass G20 nicht bloß ein Gipfel an zwei Tagen ist, sondern ein Prozess", so die Kanzlerin weiter. Denn die Idee hinter dem Fonds, die Stärkung von Frauen in Entwicklungsländern durch Unternehmensgründungen, habe auf dem zivilgesellschaftlichen Ereignis der Frauenverbände im Vorfeld des G20-Gipfeltreffens Gestalt angenommen.

Auf dem Women20-Dialogforum in Berlin "haben wir zum ersten Mal für diesen Fonds gekämpft", betonte die Kanzlerin. "Wenn alles so schnell geht bei der Weltbank wie die Schaffung dieses Fonds, dann haben wir noch mehr Effizienz im internationalen Gefüge". Sie freue sich, wenn es im nächsten Jahr während der argentinischen G20-Präsidentschaft bereits die ersten Beispiele und Erfolge der Förderinitiative zu sehen gebe, so Merkel weiter.

Beim W20-Dialogforum im April 2017 hatten 400 Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft der G20-Staaten das Treffen genutzt, um über zentrale frauenpolitische Themen zu diskutieren. Das Ziel dabei: die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Gesellschaft zu fördern.

Breite Themenpalette auf der Tagesordnung

Im weiteren Verlauf sprachen die Staats- und Regierungschefs über die Themen Partnerschaft mit Afrika, Migration sowie Gesundheit.

Beim Arbeitsmittagessen ging es dann unter anderem um das Thema Digitalisierung. Nach der Abschlusssitzung am Nachmittag stellte die Bundeskanzlerin in der abschließenden Pressekonferenz die Ergebnisse der zweitägigen Beratungen vor und beantwortete Fragen von Medienvertretern.

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