Deutschland zum Wasserstoffland machen

Vorstellung Wasserstoffatlas Deutschland zum Wasserstoffland machen

„Wir wollen Deutschland zu einer Wasserstoffrepublik machen“, sagte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger bei der Vorstellung des Wasserstoffatlas. Eine interaktive Karte zeigt, wo und wie sich der Einsatz von Wasserstofftechnologien lohnt, um den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland zu beschleunigen.

Bild zeigt die Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger, die eine größere Tafel in der Hand hält, die Wasserstoffproduktionsstätten zeigt

Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger stellte den neuen Wasserstoffatlas vor. Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselelement der Energiewende für das Erreichen der Pariser Klimaschutz-Ziele und das Ziel der Bundesregierung, bis 2045 treibhausgasneutral zu werden.

Foto: BMBF/Rickel

Wenn es um die Forschung und Entwicklung von Wasserstofftechnologien geht, steht Deutschland in einer Vorreiterposition. Um die Wasserstoffwirtschaft weiter auszubauen, soll nun der Wasserstoffatlas dienen. „Wir haben eine Vision: Deutschland zur Wasserstoffrepublik zu machen und unsere Energieversorgung mit unseren Maßnahmen und Werkzeugen breiter, sauber und sicherer aufzustellen“, bekräftigte die Ministerin.

Potenziale und Kosten von Wasserstoffanwendungen

Der deutsche Wasserstoffatlas zeigt, wo in Deutschland an Wasserstoff gearbeitet wird und welche Zukunft er in den verschiedenen Regionen hat. Die Karte soll veranschaulichen wo „wir bei dem Thema grünen Wasserstoff stehen und wir hingehen können“, sagte die Forschungsministerien. Darüber hinaus bietet er die Möglichkeit, Potenzial, Verbrauch, Kosten und Emissionsminderungen verschiedener Wasserstoffanwendungen einzuschätzen. Auch Auskünfte über Beschäftigungseffekte auf regionaler Ebene in ganz Deutschland sind möglich.

Mit dem interaktiven Tool steht ein flächendeckendes und frei zugängliches Instrument bereit, das den Einstieg in konkrete technische Planungen erleichtert und damit den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland beschleunigt. „Wir wollen zeigen, wieviel bisher schon erreicht worden ist, wo Potenziale zu welchen Kosten noch behoben werden können und wo es künftig welche Beschäftigungspotenziale in diesem Zusammenhang gibt mit einer deutschen Wasserstoffwirtschaft“, so die Ministerin.

Zusammenarbeit mit Wertepartnern

Auch wenn die Wasserstofftechnologien Deutschlands das Zeug dazu hätten, „Exportschlager zu werden“, so Stark-Watzinger, werde Deutschland immer ein Importland für grünen Wasserstoff sein. Hierbei betonte die Forschungsministerin die Kooperationen mit „Wertepartnern“. Um nicht wie etwa beim Gas und Russland neue Abhängigkeiten zu schaffen, solle es beim Wasserstoff eine Zusammenarbeit mit Wertepartnern geben. „Deutschland könne sich hier neue Wohlstandsquellen eröffnen“. Wichtige Kooperationspartner sind Australien und über 30 Länder in Afrika, in denen die „Bedingungen zur Produktion von Wasserstoff sehr gut sind“. Weitere Kooperationen sind in Planung.

Der Atlas ist ab sofort online verfügbar: Wasserstoffatlas Deutschland