Neue Hightech-Strategie - Innovationen für Deutschland

Innovative Arbeitswelt

Wir wollen eine innovative Arbeitswelt mit gesunden und sicheren Arbeitsbedingungen. Dazu gehört eine faire Entlohnung, die erbrachte Leistungen angemessen anerkennt. Deshalb ist "Innovative Arbeitswelt" eine der sechs Zukunftsaufgaben der neuen Hightech-Strategie.

Mechatroniker installieren einen Roboter in der neuen Karosseriefertigung des Sportwagenbauers Porsche in Leipzig

Technik verändert die Arbeit

Foto: picture-alliance/dpa/Woitas

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollen ihre Leistungsfähigkeit entfalten können. Dazu gehören neue Formen der Arbeitsorganisation, stärkere Dienstleistungsorientierung, sich wandelnde Qualifikationsprofile und Berufsbilder. In Produktion und Verwaltung wird ein enger Austausch von Menschen untereinander immer wichtiger. Gleichzeitig gewinnt der Umgang mit Maschinen weiter an Bedeutung. Damit wandelt sich die moderne Arbeitswelt tiefgreifend. Wir müssen komplexe Prozesse beherrschen und verstärkt Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung betreiben. Damit ist „gute Arbeit“ eine wichtige Basis für wirtschaftliche Innovationen.

Durch moderne Kommunikationsmittel sind Beschäftigte heute räumlich und zeitlich flexibel, wodurch sich Familie und Beruf besser vereinbaren lassen. Zugleich führt die Digitalisierung auch zu neuen Anforderungen an Qualifikation und Kompetenzen. Berufsbilder verändern sich. Gleichzeitig birgt sie aber auch Gefahren, etwa durch ständige Erreichbarkeit und Vermischung von Arbeits- und Privatleben.

Die Bundesregierung nimmt die Herausforderungen des technologischen Wandels für die Arbeitswelt in den Blick. Dazu gehören die Folgen für Beschäftigung und Arbeitsmärkte, Gesundheits- und Beschäftigtenschutz und die sozialen Sicherungssysteme sowie Aus- und Weiterbildung.

Wesentliche Schwerpunkte sind:

Arbeit in einer digitalisierten Welt

Die vernetzte Tätigkeit mit digitalen Arbeitsmitteln und Arbeitsinhalten macht schon heute den überwiegenden Teil der Arbeit aus. Dies wird sich verstärken, sodass der Qualifizierung von Beschäftigten eine immer größere Bedeutung zukommt. Ganzheitliche Konzepte der Arbeits- und Organisationsgestaltung sowie fortschrittliche Konzepte der Personal- und Kompetenzentwicklung müssen entwickelt und erprobt werden. Dabei dürfen nicht allein die Möglichkeiten der Technik den Entwicklungstakt vorgeben. Arbeitszeitregelungen, Arbeitsschutz- oder Gesundheitsschutznormen müssen weiterentwickelt werden.

Die Hightech-Strategie befasst sich daher mit geeigneten Maßnahmen und passfähigen Rahmenbedingungen für „gute digitale Arbeit“. Dabei ist der technische Fortschritt ebenso zu berücksichtigen, wie soziale Faktoren. Weitere Aspekte sind Arbeitnehmerrechte und die Gesundheit der Beschäftigten. Der Mensch und nicht die Technik soll weiter im Mittelpunkt stehen.

Innovative Dienstleistungen für Zukunftsmärkte

Die Wettbewerbsfähigkeit moderner Volkswirtschaften hängt immer stärker davon ab, nicht nur isolierte Produkte anzubieten. Notwendig sind zusätzlich darauf abgestimmte Dienstleistungen für integrierte Problemlösungen aus einer Hand. Aus dieser Zusammenführung von Produkten und Dienstleistungen zu Systemangeboten entstehen neue Wertschöpfungsformen und damit neue Wachstumschancen.

Gefragt sind insbesondere technologische und soziale Innovationen, die zu neuen Dienstleistungen für neue Märkte führen und sich durch gesellschaftlichen Nutzen auszeichnen. Dienstleistungsinnovationen bündeln verschiedenartige Leistungen zu optimalen Lösungen und sprechen so ganz unterschiedliche Bedürfnisse an.

Dienstleistungsforschung bleibt daher ein wichtiges Thema der Hightech-Strategie. So bleiben Unternehmen mit Dienstleistungen in Zukunft wettbewerbsfähig und können sich an veränderte wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedingungen anpassen. Dies führt gleichzeitig zu einem hohen Beschäftigungsniveau in Deutschland.

Kompetenzaufbau

Kompetenzen für die Nutzung moderner Zukunftstechnologien gehen häufig über individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten hinaus. So reicht eine punktuelle Aus- und Weiterbildung nicht aus. Relevante Kompetenzen müssen gesamtgesellschaftlich vorausgesehen werden. Sie müssen strategisch aufgebaut werden. Immer kürzere Entwicklungszyklen sind bei Bildung, Ausbildung und Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitssuchenden zu berücksichtigen.

Der Umgang mit den neuen Medien muss bereits in der Schule adressatengerecht vermittelt werden. Deshalb wird die Bundesregierung ein strategisches Kompetenzmonitoring aufbauen, um Handlungserfordernisse frühzeitig identifizieren zu können.

Die Bundesregierung hat das Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ und weitere Initiativen ins Leben gerufen.

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