EU-Jugendprogramme im Überblick

Jugendaustausch EU-Jugendprogramme im Überblick

Ein anderes Land, eine andere Kultur und neue Leute kennenlernen, dabei eine neue Sprache lernen und die eigenen Kompetenzen weiterentwickeln – das bieten zahlreiche EU-Initiativen für junge Menschen. Auch in Zeiten von Corona ist eine Teilnahme möglich – je nach Pandemie-Lage im Land. Hier stellen wir vier Programme näher vor.

Frau formt mit ihren Händen ein Herz vor Europäischen Parlament mit Fahnen

Weiterbildung, Zusammenarbeit, Austausch – dafür stehen die EU-Programme.

Foto: European Union 2014 EP

Erasmus+

Junge Menschen profitieren von einem Studium, Semester, Praktikum oder einem Jugendaustausch im Ausland. All diese Optionen werden von Erasmus+ gefördert. Das Verständnis für andere Perspektiven wird größer, die Erfahrungen prägen ein Leben lang. Und Spaß ist auch noch garantiert.

Mit einem Auslandsemester stehen Studierenden später viele Türen offen. Sie verbessern ihre Sprachkenntnisse und werden viel selbstständiger. Finanzielle Unterstützung gibt es für Aufenthalte von bis zu zwölf Monaten.

Wenn es kein Auslandsemester sein soll, gibt es für junge Menschen auch von Erasmus+ geförderte Auslandpraktika. Einsichten in andere Kulturen und neue Sprachkenntnisse – all das erhöht die zukünftigen Berufsaussichten. Praktika für Studierende müssen mindestens zwei und höchstens zwölf Monate dauern. Für Auszubildende in Unternehmen sind die Praktika für mindestens zwei Wochen und höchstens zwölf Monate vorgesehen. 

Auch die Option eines Jugendaustausches besteht bei Erasmus+. Der Austausch steht allen jungen Menschen offen und dauert zwischen 5 bis 21 Tage. Dabei werden in Gruppen unterschiedliche gemeinsame Tätigkeiten unternommen: Rollenspiele, Übungen, Workshops, Debatten und vieles mehr. Teilnehmende müssen zwischen 13 bis 30 Jahre alt sein. Ein Zuschuss kann nur von einer Jugendorganisation oder -gruppe beantragt werden. 

Hier finden Sie weitere Informationen zum Programm  und zum Bewerbungsverfahren.

Europäisches Solidaritätskorps

Dank des Europäischen Solidaritätskorps können sich junge Menschen in einem Freiwilligendienst für ein soziales und vielfältiges Europa engagieren: Sie arbeiten in einem Kinderheim oder Nationalpark, helfen dabei Gebäude zu restaurieren oder nehmen an Recycle-Workshops teil. In der Regel finden die Aktivitäten in einem anderen Land als dem Wohnsitzland statt. Diese Projekte sind eine hervorragende Gelegenheit, dort zu helfen, wo es nötig ist und gleichzeitig neue Kompetenzen zu erwerben. Und es bleiben auf jeden Fall unvergessliche Momente in Erinnerung. Teilnehmende müssen zwischen 18 bis 30 Jahre alt sein. Die Projekte dauern zwischen zwei bis zwölf Monaten. 

- Nähere Informationen zum Europäischen Solidaritätskorps finden Sie hier.
-  Lesen Sie hier über die Erfahrungen von Rasmus Conrad, der während der Corona-Pandemie mit dem Europäischen Solidaritätskorps geistig behinderten Menschen in Schweden geholfen hat.

DiscoverEU

Mit den Travel-Pässen von DiscoverEU reisen junge Menschen mit dem Zug quer durch Europa. Atemberaubende Städte, reiches Kulturerbe und beeindruckende Landschaften machen die Reise zu einem echten Abenteuer. Junge Menschen werden unabhängiger, entdecken neue Seiten Europas und lernen viele neue Menschen kennen. Dieses Jahr stehen 60.000 solcher Travel-Pässe bereit. Um teilzunehmen ist ein Alter von 18 Jahren und eine Staatsangehörigkeit in einem der EU-Mitgliedstaaten erforderlich.

Die nächste Bewerbungsrunde läuft von 12. bis 26. Oktober 2021. Die gewonnenen Travel-Pässe können innerhalb von zehn Monaten eingelöst werden. Ab dem Abreisetermin ist eine Reise von einem Tag bis zu einem Monat möglich. Die Reiseroute durch Europa ist frei wählbar.

- Mehr Infos zum Bewerbungsverfahren und dem Programm finden Sie hier
- Alle, die sich bei DiscoverEU beworben haben, können an einem Foto- und Videowettbewerb teilnehmen. 

EU Aid Volunteers 

Als junger Mensch freiwillig an humanitären Hilfsprojekten in unterschiedlichen Ländern teilnehmen – das geht über EU Aid Volunteers. Bevölkerungsgruppen die von Katastrophen betroffen sind, werden durch junge Leute unterstützt. Zum Beispiel betreuen sie die Menschen im Alltag, organisieren Sommercamps oder helfen beim wirtschaftlichen und sozialen Wiederaufbau nach Katastrophen. 

Es ist ein Mindestalter von 18 Jahren und die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes oder eine langfristige Aufenthaltsberechtigung in einem EU-Land erforderlich. Die Dauer des Dienstes variiert zwischen ein bis 18 Monaten. Sollte für einen Vollzeit-Freiwilligendienst keine Zeit vorhanden sein, wäre auch ein Online-Freiwilligendienst denkbar. Dabei wird die Arbeit der Vollzeit-Dienste unterstützt. 

Mehr Informationen finden Sie hier.

Wegen der immer noch bestehenden Covid-19-Pandemie ist es unbedingt erforderlich, sich vor der Reise oder dem Antreten eines Auslandaufenthaltes bei lokalen Behörden über die aktuellen Reisebestimmungen und Sicherheitsmaßnahmen der jeweiligen Länder zu informieren. 

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