Spatenstich für den Strukturwandel

Neues Bahnwerk in Cottbus Spatenstich für den Strukturwandel

Im Herzen der Lausitz entsteht ein neues, modernes Bahninstandhaltungswerk für ICE-Züge – das „Neue Werk Cottbus“. Es soll schon 2024 in Betrieb gehen. Für Bundeskanzler Scholz eine „gute Nachricht für die Stadt Cottbus und für die gesamte Lausitz“, die ein „Aufbruchssignal für ganz Ostdeutschland“ sendet.

Bundeskanzler Olaf Scholz beim symbolischen Spatenstich für ein neues Bahnwerk in Cottbus

Bundeskanzler Scholz beim symbolischen Spatenstich für das größte Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn in Cottbus.

Foto: Bundesregierung/Steins

Mit dem Projekt „Neues Werk Cottbus“ der Deutschen Bahn AG wird zum einen die Strukturstärkung in der Region befördert, zum anderen ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende geleistet. Denn, so Bundeskanzler Olaf Scholz beim feierlichen Spatenstich am Dienstag in Cottbus: „Die Verkehrswende gelingt nur mit einer modernen, leistungsfähigen Bahn.“

Was genau ist das „Neue Werk Cottbus“?

Am Standort des seit den 1870er Jahren bestehenden Bahninstandhaltungswerkes werden zwei neue Hallen errichtet: Zunächst eine circa 445 Meter lange zweigleisige Halle bis 2024, gefolgt von einer circa 570 Meter langen Halle mit vier Gleisen bis 2026. Die Bauarbeiten beginnen bereits in diesem Jahr. In beiden Hallen können ganze ICE-Züge gewartet und instandgesetzt werden. Dies betrifft vor allem den ICE 4-Typ.

Woraus wird das neue Werk finanziert?

Das neue Werk wird auf Basis des Investitionsgesetzes Kohleregionen finanziert. Aus dem entsprechenden Budget sind hierfür Mittel in Höhe von einer Milliarde Euro vorgesehen. Mit dem Gesetz unterstützen Bund und Länder die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen beim Aufbau zukunftsfähiger Arbeitsplätze und neuer Wirtschaftsstrukturen.

Wie wird der Strukturwandel befördert?

Für den Strukturwandel in der Lausitz ist das „Neue Werk Cottbus“ von großer Bedeutung. Es schafft hochwertige Industriearbeitsplätze und hilft, qualifizierte Fachkräfte in der vom Kohleausstieg betroffenen Region zu halten. Insgesamt werden bis zum Jahr 2026 1.200 neue Arbeitsplätze entstehen, davon 100 Ausbildungsplätze. „Die Lausitz bleibt auch im 21. Jahrhundert eine Industrieregion“, stellte Bundeskanzler Scholz fest.

Und was ist mit dem Klimaschutz?

„Hier in Cottbus wird die Bahn fit gemacht und neu aufs Gleis gesetzt“, so der Kanzler. Damit sind die Bahn und das neue Werk „Schrittmacher auf unserem Weg der Klimatransformation und der Verkehrswende“ – hin zu einem klimaneutralen Deutschland bis 2045. Denn mit dem neuen Werk werden künftig noch mehr ICE-Züge fahren und dementsprechend mehr Menschen die Bahn als klimafreundliches Verkehrsmittel nutzen können.

Im Rahmen der Strategie „Starke Schiene“ baut die DB ihre ICE-Flotte kontinuierlich aus. Bis Ende des Jahrzehnts sollen rund 450 ICE-Züge auf den Schienen unterwegs sein. Allein bis 2024 wächst die Anzahl der ICE 4-Züge von aktuell knapp 100 auf 137 Fahrzeuge.

Warum ist das neue Werk so vorbildlich?

Bereits ab 2024 werden in der Lausitz die ersten ICE-Züge gewartet – zwei Jahre früher als ursprünglich geplant. „Das ist vorbildlich!“, lobte Scholz, sieht doch der Koalitionsvertrag auf den Gebieten Energie, Infrastruktur, Bau und Umweltrecht schnellere Verwaltungs-, Planungs- und Genehmigungsverfahren vor. „Noch in diesem Jahr wird die Bundesregierung alle Entscheidungen treffen, die dafür notwendig sind.“

Mehr über das Projekt „Neues Werk Cottbus“ erfahren Sie auf der Webseite des neuen Bahnwerks.