Europa im Dialog

Erste EU-Projekttage an Schulen

Bürgerdialog beginnt

Hochrangige Vertreter der Bundesregierung haben am 4. Mai Schulen zum EU-Projekttag besucht - darunter Bundesfinanzminister Scholz, Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner, Bundesfamilienministerin Giffey, Bundesgesundheitsminister Spahn und viele weitere.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz nimmt teil am EU-Schul-Projekttag in der Refik-Veseli-Schule in Kreuzberg.

Scholz spricht sich gegen Ausgrenzung und Rassismus aus.

Foto: BMF/photothek.net

"Sprechen wir über Europa. Es geht uns alle an", warb Bundesfinanzminister Olaf Scholz bei seinem Besuch der Berliner Refik-Veseli-Schule. Wie seine Kabinettskollegen traf auch er auf offene und interessierte Schülerinnen und Schüler.

Unterwegs in Sachen Europa

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner diskutierte mit Schülern des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums in Mainz. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey war nach Kiel gereist und konnte dort Grundschüler für Europa begeistern: Im Gespräch mit der "Bären"-Gruppe der Kieler Uwe-Jens-Lornsen-Grundschule erklärte sie den Kindern den Aufbau der Europäischen Union.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn reiste nach Ahaus, in Bonn diskutierte Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller besuchte die Staatliche Berufsschule in Kempten.

"Ihr müsst Europas Werte verteidigen"

An der Berliner Peter-Ustinov-Schule appellierte Kanzleramtsminister Helge Braun eindringlich an die Schülerinnen und Schüler: "Ihr  müsst unsere europäischen Werte verteidigen." Populismus sei durch falsche Versprechungen und einfache Erklärungen eine große Gefahr.

Er forderte die rund 50 Schülerinnen und Schüler der Peter Ustinov-Schule und des Hans-Litten-Oberstufenzentrums auf, sich besonders für Meinungs-und Pressefreiheit in Europa einzusetzen: "Informiert Euch, setzt Euch wirklich mit politischen Themen auseinander, damit Ihr politische Zusammenhänge versteht. Überschriften sind zu wenig." Am Ende waren sich die jungen Gesprächsteilnehmer einig um Europas Verdienste: "Lieber zu viel Bürokratie als zu wenig Frieden."

Europa positiv besetzt

Auch beim Termin der stellvertretenden Regierungssprecherin Ulrike Demmer an der Berliner Wilma-Rudolph-Oberschule herrschte ein guter europäischer Geist. Für die Schülerinnen und Schüler ist die Europäische Union überwiegend mit Positivem verbunden: Zusammenhalt, Sicherheit, Freizügigkeit, Gemeinschaft, ein Zuhause für alle, Kulturen kennenlernen.

Der EU-Projekttag an Schulen findet jedes Jahr in ganz Deutschland statt. Die Idee: Politikerinnen und Politiker diskutieren mit den Schülerinnen und Schülern über Europa. Das können Bundes- oder Landespolitiker sein, Beschäftigte der europäischen Institutionen, Parlamentarier von Bundes-, Landes- und Europaparlamenten. Was dabei herauskommt? Spannende Diskussionen, die nachwirken – sowohl auf Seiten der Schüler und Lehrkräfte, als auch auf Seiten der Politikerinnen und Politiker. In diesem Jahr ist der EU-Projekttag zugleich der deutsche Auftakt für die Bürgerdialoge zur Zukunft Europas, die europaweit stattfinden. Von Mai bis Herbst 2018 sind Dialogveranstaltungen in ganz Deutschland geplant. 

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