Zum Ende des Zweiten Weltkriegs begrüßen Einwohner in München die US-Armee.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs begrüßen Einwohner in München die US-Armee.

Foto: bpk / US-Army

1918, vor nunmehr hundert Jahren, endete nach vier Jahren der Erste Weltkrieg, die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts". Aus dem Kaiserreich wurde die Weimarer Republik. 1939, vor mehr als einem Dreivierteljahrhundert, folgte der Zweite Weltkrieg, verursacht durch das seit 1933 herrschende Nazi-Regime unter Adolf Hitler. Millionen von Menschen verloren in den beiden Kriegen ihr Leben, Soldaten wie Bürgerinnen und Bürger. Und Millionen Unschuldiger wurden in den Vernichtungslagern der Nazis Opfer von Hitlers Rassenwahn. Mittlerweile ist es 73 Jahre her, dass die letzten Überlebenden des KZ Auschwitz und anderer Lager von den Alliierten befreit wurden.

Juden aus Deutschland und ganz Europa, denen die Flucht aus Nazi-Deutschland gelungen war, halfen beim Aufbau des Staates Israel mit. Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland 1965 ist und bleibt ein denkwürdiges Datum für Deutschlands wiedergefundenen Platz in der Gemeinschaft der Völker. Beispielhaft dafür ist auch der Elysée-Vertrag mit Frankreich, dessen Unterzeichnung sich 2018 zum 55. Mal jährt.

Der Zweite Weltkrieg und seine Folgen waren verheerend – nicht zuletzt für die Menschen in Mittel- und Osteuropa. Sie waren noch jahrzehntelang unmittelbar davon betroffen, ihre Befreiung von den Nazis mündete in neuen Diktaturen. Erst 1989/90, mit dem Fall des Eisernen Vorhangs, ist das Zeitalter der Diktaturen in Europa zu Ende gegangen. Die Wiedervereinigung Deutschlands ist inzwischen fast drei Jahrzehnte gelebte Wirklichkeit.

Auch 2018 gibt es vielfältige Anlässe, der wichtigsten Ereignisse des 20. Jahrhunderts zu gedenken.

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