Unverzichtbar für Mensch und Natur

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Weltbienentag 2023 Unverzichtbar für Mensch und Natur

Durch die Bestäubung von Pflanzen übernehmen Bienen eine grundlegende Aufgabe für die Ernährung der Menschen. Jeder und jede kann etwas dafür tun, damit dies so bleibt. Auch die Bundesregierung hat vielfältige Maßnahmen ergriffen, um Bienen zu schützen.

3 Min. Lesedauer

Bunter Balkon in der Innenstadt.

Sie haben im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank noch etwas Platz? Dann machen Sie daraus ein Bienenbuffet. Gut ist ein Mix aus früh und spätblühenden Pflanzen. 

Foto: Getty Images/iStockphoto/Dirk Vegelahn

Seit 2018 wird am 20. Mai der Weltbienentag begangen. Er wurde von der UN ins Leben gerufen, um das Bewusstsein für die wichtige Rolle der kleinen Nutztiere zu erhöhen. Auch soll auf ihre Gefährdung aufmerksam gemacht werden. 

Bienen sind elementar für uns Menschen: Sie bestäuben nicht nur Wild- und Kulturpflanzen und sichern so unsere Ernten. Sie sind auch wichtig für eine gesunde Umwelt und Artenvielfalt.

Der Weltbienentag wurde auf den Geburtstag von Anton Janscha gelegt, der am 20. Mai 1734 im heutigen Bresniza, Slowenien, geboren wurde. Janscha war ein Pionier der Bienenzucht. Er wurde von Kaiserin Maria Theresia von Österreich als Hofimkermeister nach Wien geholt und leitete dort die weltweit erste moderne Imkereischule.

In ihrer Existenz bedroht

Doch wie das Deutsche Bienenmonitoring  für 2022 zeigt, sterben immer noch viel zu viele Bienen. Bereits über die Hälfte der 560 Wildbienenarten sind vom Aussterben bedroht. Sie leben zwar solitär und produzieren keinen Honig, aber sie sind die mit Abstand effektivsten Bestäuber unter den Bienen. 

Allerdings geht ihr Lebensraum zurück, beispielsweise weil immer mehr Flächen versiegelt werden und Totholz aus dem Wald weggeräumt wird. Doch das sind wichtige Nischen, die den Wildbienen als Unterschlupf dienen.

Eine weibliche Andrena nigroaenea Minenbiene, die aus ihrem Nestbau in einem Garten auftaucht.

Wildbienen finden ihren Unterschlupf in kleinen Hohlräumen im Gestein, in Gräsern und im Sand.

Foto: Getty Images/iStockphoto/grandaded

Monokulturen machen ihnen zu schaffen

Sowohl für Wild- als auch für Honigbienen sind Monokulturen aus vielen Gründen schädlich. Monokulturen sind landwirtschaftliche Flächen, auf denen ausschließlich eine Nutzpflanze angebaut wird, beispielsweise Raps oder Mais. 

Allerdings blühen Monokulturen nur zu einer bestimmten Jahreszeit. Lediglich in dieser Zeit finden Bienen dort Nahrung. Außerdem werden dort verstärkt Pflanzenschutzmittel genutzt, die den Bienen schaden. Sie greifen beispielsweise das Nervensystem an und beeinträchtigen ihre Kommunikations- und Orientierungsfähigkeit. So können sie weniger gut Pollen sammeln oder finden ihren Bienenstock nicht mehr. 

Darüber hinaus beeinträchtigen Pflanzenschutzmittel die Immunabwehr von Bienen. Sie machen sie anfällig etwa für die Varroa-Milbe oder auch andere Virenerkrankungen. Bei starkem Befall werden so ganze Bienenvölker ausgerottet.

Gegen das Bienensterben vorgehen

Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) ergreift die Bundesregierung bereits seit einigen Jahren Maßnahmen gegen das Sterben der Bienen und anderer Insekten. Vermehrt sieht man Blühstreifen zwischen Acker und Straßen, mitunter auch sogenannte Honigbrachen oder ein nicht bestelltes, wild blühendes Feld. Zudem unterstützt die Bundesregierung auch aus diesem Grund den ökologischen Landbau.  

Der Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist auf bestimmten, geschützten Flächen verboten. Im Übrigen fördert die Bundesregierung KI-gestützte Techniken in der Landwirtschaft. Ziel ist es, dort, wo die Ackerpflanze gegen Befall behandelt werden soll, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gezielt und nach Bedarf vorzunehmen und so zu minimieren.

Mehr zu den Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz von Bienen und Insekten finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. 

Bienen füttern macht Freude

Trotzdem sind mehr Anstrengungen nötig. Jede und jeder von uns kann etwas für Bienen tun: Lebensraum wiedergeben oder schaffen, auf Pestizide verzichten und das ganze Jahr für ein reiches Nahrungsangebot sorgen. Welche Pflanzen sich für Bienen eignen, führt ein Lexikon über Bienenfreundliche Pflanzen  aus, das die Bundesregierung herausgegeben hat. Zudem zeigt eine Broschüre auf, wie wir am besten Bienen füttern

Weitere Informationen anlässlich des Weltbienentages finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.