Den Pflanzenbau zukunftsfest machen

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Digitalisierung in der Landwirtschaft Den Pflanzenbau zukunftsfest machen

Wie gelingt es, den Obst- und Weinbau unter sich ändernden Umweltbedingungen künftig zugleich nachhaltig und effizient auszurichten? Dieser Frage geht „Express“ nach. Es ist eines von 14 Vorhaben, das bei der Experimentierfelder-Konferenz in Berlin seine Erfahrungen mit dem Einsatz von Drohnen, moderner Sensorik, Blockchain-Technologie, Virtual Reality und Datenmanagementsystemen präsentiert.

2 Min. Lesedauer

Eine Drohe fliegt zwischen Weinstöcken

Drohnen werden als mobile Datensammler in der Landwirtschaft getestet.

Foto: Fraunhofer IMW/Jakob Milzner

Was sind digitale Experimentierfelder?

Die Bundesregierung will mit dem Ziel einer nachhaltigeren Landwirtschaft die Digitalisierung vorantreiben. Seit 2019 unterstützt sie 14 sogenannte digitale Experimentierfelder: Hier wird direkt vor Ort im Austausch mit Landwirtinnen und Landwirten untersucht, wie digitale Techniken eingesetzt werden können, insbesondere

  • für eine nachhaltigere und transparentere Lebensmittelerzeugung,
  • zur Erleichterung körperlich belastender Arbeiten und zur Reduktion des Arbeitskräfteeinsatzes,
  • zur Steigerung des Tierwohls,
  • für eine schonendere und effizientere Ressourcennutzung und
  • für eine Reduzierung des Dünger- und Pflanzenschutzmitteleinsatzes für mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Worum geht es bei der aktuellen Experimentierfelder-Konferenz?

Die Konferenz findet am 27. und 28. April 2023 in Berlin statt. Hier stellen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre in den Experimentierfeldern erzielten Ergebnisse vor und leiten den daraus resultierenden Handlungsbedarf ab. Dazu tauschen sich Politik, Forschung und Praktiker aus. Ziel ist es, die nachhaltige Transformation der Landwirtschaft voranzubringen.

Worin liegt der Schwerpunkt des Experimentierfeldes „Express“?

„Express“ steht für „Experimentierfeld zur datengetriebenen Vernetzung und Digitalisierung in der Landwirtschaft“. Hinter dem Namen verbirgt sich ein sehr praktischer Ansatz: „Express“ will dazu beitragen, dass landwirtschaftliche Betriebe aus der Vielzahl möglicher digitaler Anwendungen passgenaue Lösungen für den eigenen Bedarf finden. Ob Drohnen, Sensoren, Datenmanagementsysteme: Gerade kleine und mittlere Betriebe stehen oft vor der Frage, welche Verfahren für sie am besten geeignet sind.

„Express“ testet marktreife Technologien – zugleich werden die Potenziale vernetzter digitaler Technologien erforscht und Transferpotenziale ermittelt. Damit wird der Weg für einen nachhaltigen und effizienten Obst- und Weinbau bereitet. Hier einige Beispiele:

Welche Inhalte wird „Express“ bei der Experimentierfelder-Konferenz präsentieren?

Das „Express“-Team hat eine ganz Reihe von Präsentationen mitgebracht und will diese zur Diskussion stellen, wie etwa

  • zur Frostrisiko-Erkennung mittels Knospenüberwachung im Obstbau,
  • zur skalenübergreifenden Trockenstress-Vorhersage im Weinberg,
  • zu Blockchain-Technologien in regionalen Wertschöpfungsketten,
  • zur digitalen Affinität und dem Einsatz von digitalen Technologien im Wein- und Obstbau sowie
  • zur Rolle von Wissenstransfer im Experimentierfeld.

Wie wird generell sichergestellt, dass die Erkenntnisse weitergetragen werden und Landwirtinnen und Landwirte sie nutzen können?

„Express“ wird von einem Forschungsverbund umgesetzt, den das Institut für Wirtschaftsinformatik an der Universität Leipzig koordiniert. Eine umfassende Wissenstransfer-Strategie, die das Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW umsetzt, gewährleistet, dass von den Erkenntnissen alle beteiligten Forschungsinstitute und Akteure profitieren und gezielt interessierte Landwirtinnen und Landwirte erreicht werden.

Das Forschungsvorhaben will dafür sorgen, dass die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Personen zur Verfügung stehen, um sie in ihrer Entscheidung zu unterstützen, welche Digitaltechniken sie anschaffen und anwenden.