Sofort- und Nothilfe

Philippinen

Mehr Unterstützung für den Wiederaufbau

Das Bundesentwicklungsministerium stellt den Philippinen zusätzlich 16 Millionen Euro zur Verfügung. Deutschland erhöht damit seine Nothilfe auf 22,5 Millionen Euro. Das Geld soll für den Wiederaufbau dringend benötigter Schulen, Krankenstationen und zur Katastrophenvorsorge eingesetzt werden.

Eine Mitarbeiterin des Technischen Hilfswerks prüft Hilfsgüter für die Taifun-Opfer

Eine Mitarbeiterin des Technischen Hilfswerks prüft die Ladung für die Taifun-Opfer

Foto: picture-alliance/dpa

Für Bundeskanzlerin Angela Merkel stehe außer Frage, dass die Philippinen in dieser schweren Zeit auf umfangreiche und effektive Hilfe aus Deutschland zählen können, hatte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin gesagt. Dies betreffe nicht nur die Soforthilfe, sondern auch langfristige Unterstützung beim Wiederaufbau in den Katastrophengebieten. Die Bundeskanzlerin bedanke sich auch bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern der Hilfsorganisationen, so Seibert.

Außenminister Guido Westerwelle erklärte: "Deutschland ist solidarisch mit den Menschen auf den Philippinen. Ich freue mich ganz besonders über die großherzige Spendenbereitschaft der Deutschen für die Menschen auf den Philippinen."

Hilfe kommt an

Die Soforthilfe wird deutschen und internationalen Hilfsorganisationen bereitgestellt, die den Menschen in den verwüsteten Gebieten dringend benötigte Güter zukommen lassen. Zu den Projekten zählen unter anderem ein Basislager der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, das das Deutsche Rote Kreuz in der Region eingerichtet hat.

Ebenfalls werden Maßnahmen deutscher Hilfsorganisationen unterstützt, mit denen Notunterkünfte geschaffen sowie die Wasser-, Sanitäts- und Nahrungsmittelversorgung wiederhergestellt werden. Experten des Technischen Hilfswerks und des Deutschen Roten Kreuzes sowie Mitglieder des International Search and Rescue Teams (ISAR) sind auf den Philippinen.

Regierungen und Hilfsorganisationen hatten die Hilfsmaschinerie umgehend nach dem Taifun in Gang gesetzt. Immer mehr Rettungsteams erreichten die Katastrophengebiete.

Mehr als 13 Millionen Menschen leiden unter den Folgen des Taifuns "Haiyan". Das Kinderhilfswerk Unicef spricht von bis zu 4,7 Millionen betroffenen Kindern.

Insgesamt verloren nach Angaben der Vereinten Nationen rund 3,3 Millionen Menschen ihr Zuhause. Die offizielle Zahl der Toten nach dem Wirbelsturm ist noch unklar. Nach jüngsten Behördenangaben sind mindestens 5.500 Menschen durch die Katastrophe ums Leben gekommen.

Hilfe für Trinkwasser und Infrastruktur

Von Berlin und Frankfurt aus starteten zwei Flugzeuge mit Hilfsgütern zur Versorgung von 10.000 Familien. Mit an Bord waren Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung und -versorgung ebenso wie technische Geräte zur Wiederherstellung der Infrastruktur.

Insgesamt 70 Tonnen Hilfsgüter wurden auf diesem Weg nach Manila transportiert. Die Verteilung erfolgte über die Hilfsorganisationen World Vision und ISAR.

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