Formale Grundbildung

Bildung

Zehn Ziele für mehr Bildung

„Ohne Bildung gibt es keine Entwicklung. Und weil Bildung Chancen schafft, steht sie im Zentrum der entwicklungspolitischen Konzeption der Bundesregierung." Das sagte Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bei der Vorstellung der neuen Bildungsstrategie "Zehn Ziele für mehr Bildung".

Schulklasse in Afrika

Afrikas Entwicklung braucht Bildung

Foto: B. Rocksloh-Papendiek

Bildung sei auch ein entscheidender Hebel, um ein selbstbestimmtes Leben führen zu können und in anderen Bereichen Entwicklung voranzutreiben, sagte Niebel.

Die neue Bildungsstrategie des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) weist den Weg für die Umsetzung des entwicklungspolitischen Konzepts im Bildungssektor. Sie sei die erste Bildungsstrategie, die alle Bildungsbereiche und –formen mit einbezieht, so der Minister. Somit legt sie den Fokus nicht nur auf die Grundbildung - sondern auch auf die weiterführende Bildung.

Mitwirkung der Gesellschaft

Die Bildungsstrategie wurde in einem Mitwirkungsprozess erarbeitet. Den Entwurf hatte Niebel bereits im März 2011 in Berlin vorgestellt. Es folgte ein halbjähriger Konsultationsprozess, in welchem nationale und internationale Partner ihre Anregungen in Fachkonferenzen, Gesprächen, Konsultationen und Diskussionen zu zentralen Aspekten der Strategie einbrachten.

"Dabei haben wir unsere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Kirchen, ebenso wie aus den Durchführungsorganisationen der Entwicklungspolitik einbezogen“, betonte der Minister. Hierdurch konnte ihre Erfahrung und ihr Fachwissen für eine starke Bildungsförderung in der Entwicklungszusammenarbeit einfließen.

Bildung muss für jeden zugänglich sein

Auch die Gleichstellung der Geschlechter in der Bildungsförderung wird in dem Konzept mit noch höherem Gewicht versehen.

Effektive innovative Finanzierungselemente werden ebenfalls im Bildungsbereich zum Einsatz kommen. Als Beispiel nannte Niebel ein Leuchtturmprojekt zur beruflichen Bildung, in dem Bildungsgutscheine an Auszubildende in Ghana vergeben werden. Mit diesem Bildungsgutschein kann sich beispielsweise ein junger Mensch bei einer Bildungseinrichtung eine Bildungsleistung einlösen. Die geldwerten Gutscheine sollen zudem als Wettbewerbsanreiz dienen, um unter den Bildungseinrichtungen für ein möglichst gutes Bildungsangebot zu sorgen.

Der Minister kündigte an, die bilateralen staatlichen Mittel, die Deutschland für Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit ausgibt, weltweit zu erhöhen. „Für den Chancenkontinent Afrika werden wir sie bis 2013 sogar auf 137 Millionen Euro aufstocken.“ Dies sei gegenüber 2009 eine Verdoppelung.

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