Berufliche Bildung

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Entwicklungspolitisches Engagement der Wirtschaft nutzen

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit kooperiert erfolgreich mit der Deutschen Wirtschaft in ihren Partnerländern. Mit dazu beigetragen hat die Organisation "sequa", die voriges Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiern konnte. Die Zusammenarbeit der Wirtschaft mit der Entwicklungspolitik spielt eine wichtige Rolle, die sie durch "sequa" in der nachhaltigen Wirtschaftsförderung leistet. Sie trägt somit zur Gestaltung einer erfolgreichen Entwicklungszusammenarbeit bei.

Ralf Hill GIZ im Berufsbildungsinstitute Bac Ninh (Vietnam)

Berufsbildung schafft Zukunft

Foto: Maro/Version

Umgekehrt ist das entwicklungspolitische Engagement der Bundesregierung aber auch im Interesse der deutschen Wirtschaft. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit interkultureller Erfahrung sowie seinen sozialen und institutionellen globalen Netzwerken stellt die Entwicklungszusammenarbeit einen wertvollen Partner für die deutsche Wirtschaft dar.

„Bereits die Gründer der sequa hatten die Vision, zum größtmöglichen gemeinsamen Nutzen von Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft zu kooperieren. Heute sehen wir, dass diese Partnerschaft eine große Zukunft hat“, so Niebel.

Die sequa ist eine weltweit tätige Entwicklungsorganisation und führt seit 1991 in enger Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft Programme und Projekte der internationalen Zusammenarbeit durch. Sie unterstützt die Entwicklung des Privatsektors und seiner Einrichtungen sowie die Qualifizierung von Fach- und Führungskräften. Ihre Programme und Projekte werden mit öffentlichen und privaten Mitteln finanziert und orientieren sich am Leitbild der sozialen Marktwirtschaft.

Ziel von sequa ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen möglichst vieler Menschen in den Transformations- und Entwicklungsländern zu verbessern. Dies kann nur in Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Partnern realisiert werden. Die wichtigsten Projektpartner von sequa sind Kammern, Verbände, Bildungseinrichtungen und Unternehmen.

Entwicklungspartnerschaften mit Unternehmen fördern

Ein wichtiges Standbein von sequa sind Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft. Dafür hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Programm develoPPP.de ins Leben gerufen.

Seit nunmehr 10 Jahren ist sequa Durchführungsorganisation des BMZ für das develoPPP.de Programm. Damit unterstützt sequa Projekte von Unternehmen, die sich für nachhaltige Entwicklung in den Partnerländern des BMZ engagieren, so genannte Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft. Vor 2009 war es als Public-Private–Partnership (PPP) – Programm bekannt.

Berufsbildungspartnerschaften

Das deutsche duale Berufsausbildungssystem gilt weltweit als vorbildlich. sequa und interessierte deutsche Kammern bringen diese Kompetenz verstärkt in die Entwicklungszusammenarbeit vor Ort ein. Denn auch in Entwicklungs- und Schwellenländern gilt: Berufsbildung schafft Zukunft. Dafür habe, so Niebel, sein Ministerium und sequa ein neues Programm „Berufsbildungspartnerschaften der deutschen Wirtschaft“ entwickelt.

„Gestalten Sie Entwicklung mit uns mit“, so Minister Niebel. „Denn die staatliche Entwicklungspolitik kann die immensen Herausforderungen, die sich für unsere Partnerländer aus der Globalisierung ergeben, nicht allein stemmen. Dafür brauchen wir die Wirtschaft.“ So könnten beispielsweise Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam maßgeschneiderte Förderprogramme für deutsche Partnerländer in Gang setzen.

Breitenwirksame Wirtschaftsentwicklung sei ein Schlüssel zur nachhaltigen Armutsreduktion. Neben der GIZ-Beteiligung an sequa haben wir bereits vieles unternommen, um eine engere Verzahnung von Wirtschaft und Entwicklungszusammenarbeit herbeizuführen“, hob Niebel hervor.

sequa repräsentiert über ihre Gesellschafter 4,5 Millionen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland. Gesellschafter sind der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA).

Die Beteiligung des Bundes durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), soll die Kompetenzen der sequa für die deutsche Wirtschaft noch stärken.

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