Je energieeffizienter, umso zukunftsfähiger

Energieeeffizienstrategie 2050 Je energieeffizienter, umso zukunftsfähiger

Die weltweite Wirtschaft wächst und mit ihr der Energieverbrauch. Gleichzeitig steigen die klimaschädlichen Emissionen. Um dem zu begegnen und den Umgang mit endlichen fossilen Energiequellen zu steuern, hat die Bundesregierung die "Energieeffizienzstrategie 2050" im Kabinett beschlossen.

Windräder auf einem Feld, im Hinetrgrund sind Strommasten

Erneuerbare Energien haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad als fossile Energien: Aus dem Windrad kommt also relativ mehr Strom als aus einem Kohlekraftwerk.

Foto: mauritius images

Bis 2050 soll Deutschland den Primärenergieverbrauch im Vergleich zu 2008 halbieren, dabei die Verbraucher vor zu hohen Energierechnungen schützen und zur energieeffizientesten Volkswirtschaft weltweit werden. So lautet das Ziel, das die Bundesregierung mit der "Energieeffizienzstrategie 2050" erstmals in diesem Bereich festlegt. Denn die deutsche Volkswirtschaft ist umso zukunftsfähiger, je energieeffizienter sie ist.

Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis der eingesetzten Energiemenge zu ihrem Nutzen - zum Beispiel zum Wärmen eines Wohnraums auf 20 Grad oder zur Herstellung eines Gerätes.
Der Primärenergieverbrauch (PEV) bezeichnet den Energiegehalt aller im Inland eingesetzten Energieträger. Berechnet wird er als Summe aller im Inland gewonnenen Energieträger zuzüglich des Saldos der importierten/exportierten Mengen sowie der Bestandsveränderungen abzüglich der gespeicherten Vorräte.

Vorteile bereits kurzfristig sichtbar

"Die starke Betonung der Energieeffizienz im Klimaschutzprogramm und in der Energieeffizienzstrategie ist nicht nur vernünftig, sondern schlicht notwendig", sagt Bundesenergieminister Peter Altmaier. Von 2008 bis 2018 sanken die Energieausgaben von Verbraucherinnen und Verbrauchern von knapp 8 auf 6,6 Prozent. Außerdem konnten durch Investitionen zur energetischen Sanierung im Gebäudebestand 2017 rund 573.000 Menschen beschäftigt werden.

Gezielte Maßnahmen

Konkret bedeutet das zum einen eine Verringerung des Primärenergieverbrauchs im Erzeugungssektor: Erneuerbare Energien haben einen deutlich höheren Wirkungsgrad als fossile Energien. Aus dem Windrad kommt also relativ mehr Strom als aus einem Kohlekraftwerk.

Zum anderen wird sich die verringerte Nachfrage in den Haushalten deutlich bemerkbar machen. Steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung, der Um- und Ausbau von Wärmenetzen und die Weiterentwicklung der Städtebauförderung gehören zu den Maßnahmen.

Ein nationales Dekarbonisierungsprogramm führt zu effizienteren Produktionsabläufen. Dies geschieht über die Förderung von CO2- und energiesparenden Technologien auf dem Weg zur Marktreife für die energieintensive Industrie.

Auch der Verkehr wird effizienter gestaltet, der Schienenpersonen- und -güterverkehr gestärkt, die Binnenschifffahrt und Nutzung von Landstrom in Häfen modernisiert. Kaufprämien für E-Fahrzeuge, steuerliche Entlastungen für CO2-arme Autos und steuerliche Förderung der Elektromobilität sowie alternativer Verkehrsmittel sind ebenso im Rahmen der Strategie geplant.

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