Einfacher Wärme sparen in Gebäuden

Bausteine der Energiewende Einfacher Wärme sparen in Gebäuden

Wärme einzusparen ist das Anliegen des seit dem 1. November 2020 geltenden Gebäudeenergiegesetzes. Schließlich ist im Gebäudebereich das Einsparpotential weiterhin sehr groß. Vor allem sind auch verschiedene Gesetze nun in einem Gesetz zusammengefasst und erleichtern so das energetische Sparen schon beim Neubau, insbesondere aber beim Sanieren. 

Foto zeigt die Dämmung eines Dachs.

Durch eine hochwertige bauliche Wärmedämmung, etwa auf einem Dach, kann viel Energie eingespart werden. 

Foto: imago images/Westend61

Der Energieverbrauch im Wärmesektor macht etwa die Hälfte des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland aus. Insofern sind mögliche Einsparungen hier besonders bedeutend. Und nahezu jeder kann einen Beitrag dazu leisten - sei es durch sparsamen Umgang mit Energie im Alltag, durch energiesparsame Bau- oder auch Sanierungsmaßnahmen.

Das neue Gebäudeenergiegesetz setzt genau hier an. Denn es ist ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk für die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude. Außerdem regelt es die energetische Anforderungen an den Einsatz erneuerbarer Energien zu ihrer Wärme- und Kälteversorgung. Die Energieeinsparungen sollen erreicht werden, indem:

  • der Energiebedarf eines Gebäudes durch effiziente Anlagentechnik und einen energetisch hochwertigen baulichen Wärmeschutz begrenzt und
  • der verbleibende Energiebedarf zunehmend durch erneuerbare Energien gedeckt wird.

Das vereinheitlichende Gebäudeenergiegesetz setzt entsprechende Vereinbarungen des Koalitionsvertrages, des Wohngipfels 2018, des Klimaschutzprogramms 2030 und EU-Vorgaben zur Energieeffizienz von Gebäuden um. Die Vorgaben liegen so in einer einzigen Regelung vor, sind vereinfacht und auch unbürokratischer. Es gelten die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und der Technologieoffenheit.

Mehr Effizienz leicht gemacht

Auch Hauseigentümern wird es mit dem Gebäudeenergiegesetz einfacher gemacht, nicht mehr so viel Heizenergie zu verbrauchen. Immerhin ist ein Großteil der CO2-Emissionen in Deutschland dem Heizen und der Warmwasser-Aufbereitung geschuldet.

Eine Austauschprämie von etwa 40 Prozent für eine alte Ölheizung gegen ein klimaschonenderes Modell hilft dabei nicht nur dem Hauseigentümer. Der Austausch wird auch einen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten.

Alte Ölheizkessel sollen ab 2026 nur noch stark eingeschränkt genehmigt werden. Dies wäre zum Beispiel dann der Fall, wenn das Gebäude nicht auf andere Weise – etwa mit Fernwärme oder mit erneuerbaren Energien – beheizt werden kann.

Abstandsregelung für Windkraftanlagen

Länder erhalten die Möglichkeit, zu der 1.000-Meter-Opt-in-Regelung landesgesetzliche Abstände vorzusehen. Damit soll der Ausbau der Windkraft weiter beflügelt werden.

Solarkraft von Ausbaudeckel befreit

Der 52-Gigawatt-Ausbaudeckel für Solaranlagen ist aufgehoben. Denn der Ausbau nahte sich zuletzt bereits diesem Niveau. Damit drohte der Ausbau, zum Erliegen zu kommen. Nun aber gibt es ein positives Signal für mehr Photovoltaik. Auch hier können Interessierte an einem weiteren Ausbau zuversichtlich in die Zukunft schauen.