Strom speichern

Der verstärkte Einsatz von Speichern ist wichtig, um die Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung auch künftig zu gewährleisten.

Was tut die Bundesregierung, damit es mehr Energiespeicher für den Strom aus erneuerbaren Energien gibt?

Pumpspeicher sind eine heute technisch und wirtschaftlich etablierte Technologie zur Speicherung von Strom. Darüber hinaus sind viele weitere Speichertechnologien denkbar: zum Beispiel Druckluftspeicher, Wasserstoff und Batterien, bei denen aber vor dem endgültigen Einsatz noch ein erheblicher Forschungs- und Entwicklungsbedarf besteht. Die Bundesregierung hat deswegen die Förderinitiative "Energiespeicher" mit einem Finanzvolumen von 200 Millionen Euro aufgelegt. Die ersten Maßnahmen dieser Initiative haben zwischenzeitlich begonnen.

Wie lässt sich Strom aus erneuerbaren Energien speichern? Welche Technik verspricht am meisten Erfolg?

In Deutschland und Europa kommen bei der großtechnischen Stromspeicherung derzeit fast ausschließlich Pumpspeicherwerke zum Einsatz. Wegen des begrenzten Ausbaupotenzials von Pumpspeichern wird an alternativen Speichertechnologien geforscht.

Die verschiedenen möglichen Speichertechnologien haben jeweils spezifische Vor- und Nachteile. Gleichzeitig gibt es ganz unterschiedliche Anforderungen, angefangen vom Ausgleich kurzfristiger Fluktuationen bis hin zur Langzeitspeicherung saisonaler Schwankungen erneuerbarer Energien. Für die kurz- und mittelfristige Speicherung erscheinen Batterien (zum Beispiel Lithium-Ionen- oder Redox-Flow-Batterien) geeignet. Für die Langzeitspeicherung erneuerbarer Energien stellt die Umwandlung fluktuierender Einspeisung in Wasserstoff beziehungsweise Methan perspektivisch eine mögliche Option dar. Die derzeit gängigsten großtechnisch verfügbaren Stromspeicher sind Pumpspeicherkraftwerke, allerdings ist hier das Ausbaupotenzial gering.

Pumpspeicher, Wasserstoff in Gasleitungen, Methanspeicher, Elektroautos als Stromspeicher – reichen solche Speicher überhaupt aus, um unsere Energieversorgung mit zu sichern?

Pumpspeicher, Batterien und Druckluftspeicher zählen zu den Kurzzeitspeichern. Das bedeutet, dass sie Energie nicht oder nur begrenzt über einen längeren Zeitraum speichern können. Um den Energiebedarf über mehrere Wochen decken zu können, benötigt man Langzeitspeicher. Hierzu zählt die sogenannte Power-to-Gas-Technologie, bei der Wasser mittels Elektrolyse in Wasserstoff umgewandelt wird. Er könnte dann in unterirdischen Kavernen gespeichert oder direkt dem Erdgas in Erdgaspipelines beigemischt werden. Diese Methode befindet sich allerdings noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium.

Beitrag teilen