Klimaschutz

Energiewende – Schutz für Umwelt und Klima

Die Ziele des energiepolitischen Dreiecks - Klima- und Umweltverträglichkeit, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit - sind gleichrangig. Das sichert Arbeitsplätze und stärkt die Wertschöpfung in Deutschland, sorgt für mehr Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit.

Ein Strommast im Rapsfeld

Die Bundesregierung hält am Klimaschutzziel fest.

Foto: picture alliance / ZB

Mit der Energiewende schützen wir Umwelt und Klima, machen uns unabhängiger von Importen. Innovationen im Umwelt- und Klimaschutz sowie Ressourceneffizienz bieten enorme Wachstumschancen. 

Deutschland erfüllt seine Klimaschutzziele 

Deutschland hat das im Kyoto-Protokoll vereinbarte Ziel zur Minderung der Treibhausgasemissionen deutlich übererfüllt. Nach den nun vorliegenden Daten des Umweltbundesamtes für das Jahr 2012 lagen die klimaschädlichen Emissionen zuletzt 24,7 Prozent unter dem Niveau von 1990, dem internationalen Basisjahr. 

Erstmals kann mit den aktuellen Daten die gesamte erste Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls betrachtet werden. Im Durchschnitt der Jahre 2008 bis 2012 hat Deutschland eine Minderung um 23,6 Prozent erreicht. Deutschland hatte sich zu einer Minderung der Treibhausgasemissionen um 21 Prozent in diesem Zeitraum verpflichtet. Zum Vergleich: Innerhalb der EU sind die Emissionen im selben Zeitraum um etwa 19 Prozent gesunken. 

Allerdings bereitet die Entwicklung der letzten beiden Jahre der neuen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks Sorge. "Wir müssen im Klimaschutz wieder ehrgeiziger werden und die negative Tendenz der letzten beiden Jahre wieder umkehren. Denn wir haben uns in der Koalition in Sachen Klimaschutz viel vorgenommen", so Hendricks. 

Schwerpunkte im Koalitionsvertrag 

Die neue Bundesregierung hält an den internationalen und nationalen Zielen zum Schutz des Klimas fest. National sollen die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand 1990 sinken. 

Innerhalb der Europäischen Union setzt sich die Bundesregierung für eine Reduktion um mindestens 40 Prozent bis 2030 als Teil einer Zieltrias aus Treibhausgasreduktion, Ausbau der Erneuerbare Energien und Energieeffizienz ein. 

In Deutschland sollen die weiteren Reduktionsschritte in Übereinstimmung mit den europäischen Zielen und den Ergebnissen der Pariser Klimaschutzkonferenz 2015 bis zum Zielwert von 80 bis 95 Prozent im Jahr 2050 festgeschrieben werden. 

Deutschland hat sich bereits auf der letzten internationalen Klimakonferenz im November 2013 in Warschau zu seinen Klimaschutzzielen bekannt. 

Energieversorgung nachhaltig gestalten 

Es gilt, eine Energieversorgung zu entwickeln, die zuverlässig, preiswürdig und umweltverträglich ist und gleichzeitig den Klimaschutzerfordernissen gerecht wird. Mit dem 2011 beschlossenen Energiekonzept hat die Bundesregierung Leitlinien für eine bis 2050 reichende Gesamtstrategie formuliert. Damit ist eine langfristige Orientierung gegeben, die zugleich die notwendige Flexibilität für neue technische und wirtschaftliche Entwicklungen wahrt. Im Energiemix der Zukunft übernehmen die Erneuerbaren Energien den Hauptanteil. 

Der grundlegende Umbau unserer Energieversorgung bedeutet vor allem eine Chance für kommende Generationen. Unser Land wird Vorreiter auf dem Weg in die Energieversorgung der Zukunft. Als erste große Industrienation können wir den Umbau zu einem hocheffizienten, erneuerbaren Energiesystem schaffen. Dabei setzt die Bundesregierung auf Innovation und fortschrittliche Technologien, auf wirksame und zugleich kosteneffiziente Maßnahmen und auf eine markt- und wettbewerblich sowie zugleich umwelt- und klimaverträglich orientierte Politik. 

Klimaschutzinitiativen – national und international 

Klimaschutz geht alle an. Deshalb hat die Bundesregierung eine Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) ins Leben gerufen. Jeder kann einen Beitrag leisten und jeder kann die Chancen nutzen, die sich ergeben. Dies ist das Erfolgsrezept der Nationalen Klimaschutzinitiative. 

Die Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab. Sie tragen dazu bei, dass Deutschland seine Klimaschutzziele erreicht. Private Haushalte, Kommunen, Unternehmen und Bildungseinrichtungen profitieren davon. Es gibt verschiedene Förderprogramme, wie die Kommunalrichtlinie oder das Impulsprogramm für kleine Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Außerdem können eigene Projektideen realisiert werden im Rahmen der Förderinformation für innovative Klimaschutz-Einzelprojekte für Wirtschaft, Kommunen, Verbraucher und Bildung. 

Über die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) finanziert die Bundesregierung seit 2008 gezielt Klima- und Biodiversitätsprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sowie in den Transformationsstaaten. Auf Grundlage einer Entscheidung des Deutschen Bundestages stehen der Initiative jährlich mindestens 120 Millionen Euro zur Verfügung. 

Die IKI ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Klimafinanzierung und der Finanzzusagen im Rahmen der Biodiversitätskonvention. Sie stellt explizit Klimaschutz, Anpassung an die Folgen des Klimawandels und den Schutz der biologischen Vielfalt in den Vordergrund.

Die Initiative fördert Projekte

  • zur Minderung von Treibhausgasen,

  • zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels,

  • zum Erhalt natürlicher Kohlenstoffsenken, mit Schwerpunkt auf Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD+) und

  • zum Schutz der biologischen Vielfalt.

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