Energie

Energie sparen ohne Verzicht

Je weniger Energie für die gleiche Leistung benötigt wird, desto größer ist die Energieeffizienz. So kann beispielsweise die Stromeffizienz in einem Zimmer fünffach erhöht werden, wenn Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzt werden.

Blick auf eine leuchtende Energiesparlampe

Energie sparen

Foto: picture-alliance/ZB

Das Ergebnis ist: weniger Energieverbrauch ohne Einbuße am Komfort. Auch Computer, Stereoanlage oder Fernseher funktionieren ohne Einschränkungen, wenn sie nicht im Stand-by-Betrieb laufen. Allein diese so genannten Leerlaufverluste verursachen in einem durchschnittlichen Haushalt Kosten von rund 85 Euro im Jahr.

Fast 90 Prozent des Energieverbrauchs in einem deutschen Privathaushalt gehen auf das Konto von Heizung und Warmwasser. Davon verbraucht die Raumwärme rund drei Viertel, die bisher zu einem Großteil durch Wände, Fenster, Dach oder Türen entweicht. Am meisten Energie – sprich Geld – kann also durch besser gedämmte Häuser gespart werden.

Auf Elektromotoren in Wasch-und Spülmaschinen, Kühl-und Gefrierschränken, Umwälzpumpen und Lüftern entfallen etwa 5,5 Prozent Energie. Die Beleuchtung schluckt 1,5 Prozent. Hier kann ein Großteil des Stroms bei Geräten zum Kühlen, Gefrieren, Waschen und Trocknen eingespart werden. Denn: diese Geräte sind vielfach alt und ineffizient. So brauchen beispielsweise heutige Waschmaschinen weniger als halb so viel Strom wie vor zwanzig Jahren.

Und nicht zu vergessen ist, dass jede eingesparte Kilowattstunde auch dem Klima gut tut – nicht nur dem Geldbeutel. Jede gesparte Kilowattstunde bedeutet weniger Treibhausgas.

Förderprogramme der Bundesregierung helfen

Mit einem ausgewogenen und effizienten Mix aus verschiedenen Instrumenten begegnet die Bundesregierung dem Klimawandel. So helfen Förderprogramme, zahlreiche Projekte zur Technologieforschung, zum Einsatz erneuerbarer Energie oder zur Energieeffizienz anzustoßen.

Grafik Klimaschutz und Wachstum

Quelle: BMU-Broschüre Klimaschutz und Wachstum

Foto: BMU-Broschüre Klimaschutz und Wachstum

Quelle: BMU-Broschüre "Klimaschutz und Wachstum"

Wie es weiter geht

Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht vor, den Primärenergieverbrauch in Deutschland bis 2020 um 20 Prozent und bis 2050 um 50 Prozent zu senken. Maßnahmen zum Energiesparen und zur Steigerung der Energieeffizienz sind wirtschaftlich sinnvoll, da sie sich in der Regel schnell amortisieren. Zudem ist Energieeffizienz die beste Versicherung gegen hohe Energiepreise.

Wie kann ich den Energieverbrauch senken?

Zehn Tipps zum Geld- und CO2-Sparen vom Bundesumweltministerium:

Stand-by und Licht aus: Schalten Sie Elektrogeräte am besten immer ganz aus. Manche Geräte haben keinen Netzschalter. Hier können Sie abschaltbare Steckerleisten verwenden. Lassen Sie auch Lichtquellen nicht unnötig brennen, sondern betätigen Sie den Schalter, wenn Sie den Raum verlassen.

Stromverbrauch kontrollieren: Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf den Stromverbrauch. Kennzeichnungen wie der Blaue Engel können dabei helfen. Wenn Sie wissen wollen, wie viel Strom Ihr Haushalt verbraucht, können Sie sich im Internet ein Energiesparkonto einrichten (www.energiesparkonto.de).

Gut lüften: Wer bei laufender Heizung das Fenster kippt, heizt die Straße mit. Effizienter ist es, die Fenster mehrmals täglich für kurze Zeit komplett zu öffnen und danach wieder zu schließen.

Deckel drauf: Verschließen Sie beim Kochen Töpfe und Pfannen mit einem passenden Deckel, damit Wärme und Wasser nicht entweichen. Sonst wird der Kochvorgang verlängert und der Energieverbrauch steigt.

Clever kühlen: Regulieren Sie Ihre Kühlgeräte. Eine Temperatur von sieben Grad Celsius im Kühlschrank und minus 18 Grad Celsius im Gefrierschrank reicht allgemein aus.

Richtig heizen: Sie können bis zu sechs Prozent der Energiekosten sparen, indem Sie die Raumtemperatur um nur ein Grad absenken.

Mehr Rad fahren und laufen: Lassen Sie auf kurzen Wegen öfter mal das Auto stehen. Fahrrad fahren und Spazierengehen halten Sie fit und das Klima kann durchatmen.

Kofferraum leeren: Je schwerer die Ladung, desto höher der Benzinverbrauch. Wer nicht gerade auf Reisen ist, sollte jedes Kilo Übergewicht im Kofferraum vermeiden und auch Dachgepäckträger abmontieren.

Weniger fliegen: Reduzieren Sie auf Inlandsstrecken Ihre Flüge. Wenn sich ein Flug nicht vermeiden lässt, kann man ihn kompensieren.

Weniger Fleisch essen: Wer Gemüse, Hülsenfrüchten und Co. ab und an den Vorzug gibt, kann seine Klimabilanz erheblich verbessern.

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