Deutscher Computerspielpreis 2019

Gewinner der Games-Branche gekürt

Die besten Computer- und Videospiele "made in Germany" stehen fest: Bestes Deutsches Spiel ist das Abenteuer-Spiel "Trüberbrook". "Unforeseen Incidents" gewann den Preis als bestes Jugendspiel, "Laika" ist das beste Kinderspiel. Und auch die Branche gewann: Der Bundesminister für digitale Infrastruktur, Scheuer, kündigte 50 Millionen Euro zur Förderung der deutschen Computerspiel-Industrie an.

Auf einer Bühne vor einer blauen Wand mit dem Schriftzug "Deutscher Computerspielpreis 2019" posieren die Sieger des Deutschen Computerspielpreises, die Minister Bär und Scheuer sowie als Spielfiguren verkleidete Leute und jubeln.

Sie dürfen sich über Preisgelder in Höhe von insgesamt 590.000 Euro freuen: die Gewinner des Deutschen Computerspielpreises 2019.

Foto: BMVI

"Computerspiele vereinen Spaß und Innovationen und sind damit eine wichtige Triebfeder für die Digitalisierung", sagte Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, in Berlin. So komme der Games-Branche "eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung virtueller Umgebungen zu. Errungenschaften in Bereichen wie Simulation, künstlicher Intelligenz und Visual Effects werden zügig aufgegriffen und weiterentwickelt". 

Auszeichnungen in 14 Kategorien

Am Dienstagabend wurden die besten Computer- und Videospiele 2019 im Admiralspalast in Berlin gekürt. In 13 Kategorien, darunter die beste Inszenierung, das beste Gamedesign, das beste Jugendspiel und das beste Nachwuchs-Konzept, gab es Preisgelder in Höhe von insgesamt 590.000 Euro zu gewinnen. Der Publikumspreis ist undotiert. 

Sämtliche Preisträger des Deutschen Computerspielpreises finden sich hier.

110.000 Euro für das beste deutsche Spiel

Die höchste Auszeichnung mit 110.000 Euro erhielten die Entwickler des Mystery-Abenteuer-Spiels "Trüberbrook". Digitalisierungsstaatsministerin Bär überreichte den Machern des besten deutschen Spiels die Trophäe bei einer feierlichen Gala.

In "Trüberbrook" steuern Spielerinnen und Spieler einen amerikanischen Studenten durch das provenzielle Örtchen "Trüberbrook" der 1960er-Jahre. Hinter der Entwicklung des Spiels steckt viel Aufwand: Als Miniaturmodelle zunächst in einer Werktstatt angefertigt, wurden die Kulissen anschließend in digitale 3D-Modelle umgewandelt. Das innovative Verfahren dafür nennt sich Photogrammetrie. Dafür gab es auch den Preis für die beste Inszenierung. 

Video 01:32
Deutscher Computerspielpreis 2019

Computerspiele "made in Germany" ausgezeichnet

Pilotphase der Games-Förderung gestartet

Um die heimische Gaming-Industrie anzukurbeln, wird der Bund die Entwicklung von Computerspielen aus Deutschland mit 50 Millionen Euro fördern. Das kündigte der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer, an. Die Förderung soll in zwei Phasen erfolgen. Losgehen soll es bereits "in den nächsten Tagen", so Scheuer. Demnach will das Bundesverkehrsministerium 200.000 Euro für kleinere Vorhaben sofort zur Verfügung stellen. Größere Projekte sollen in der zweiten Stufe gefördert werden.

Mit dem Deutschen Computerspielpreis zeichnet die Bundesregierung gemeinsam mit game, dem Verband der deutschen Games-Branche, seit 2009 die besten Computer- und Videospiele "made in Germany" aus. Damit würdigt sie die Bedeutung der Computerspielbranche als Motor für Wirtschaft und Kreativindustrie und stärkt Deutschland als Standort für Computerspielentwicklung.