Zahlungsverkehrsplattform (E-Payment)

Nach dem E-Government-Gesetz (EGovG) sind die Bundesbehörden aufgerufen, die elektronische Kommunikation zu erleichtern und die Verwaltungsdienste einfacher, nutzerfreundlicher und effizienter zu gestalten. Hierbei sind im Internet übliche Zahlungsverfahren zu ermöglichen (§ 4 EGovG).

Die kontinuierliche Weiterentwicklung sowie die strategische Planung der Software ePayBL (ePayment Bund-Länder) hat eine Entwicklergemeinschaft aus verschiedenen Ländern zusammen mit dem Bund übernommen. Neue Anforderungen an die Technik (z. B. Sicherheitshinweise des BSI, PCI-DSS im Zahlungsverkehr), an die Bedienbarkeit (z. B. Barrierefreiheit) oder an die möglichen Zahlungsverfahren können kostengünstig umgesetzt und den Bundesbewirtschaftern zur Nutzung angeboten werden. Notwendige Fortentwicklungen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen – wie die E-Rechnung (Ausgangsrechnung) – werden allgemein nutzbar realisiert.

Mit der Software ePayBL steht den Mitgliedern der Entwicklergemeinschaft eine leistungsfähige E-Government-Basiskomponente für den Zahlungsverkehr zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe können die Mitglieder der Entwicklergemeinschaft auf ihren E-Government-Plattformen Onlinezahlungen für Verwaltungsdienstleistungen haushaltskonform und sicher vereinnahmen. Die ePayBL agiert als Mittler zwischen verschiedenen Fachverfahren der öffentlichen Verwaltungen und deren jeweiligen Kassensystemen. Sie überträgt Sollstellungen (Buchungslisten), die in Fachverfahren beim Kauf von Dienstleistungen entstehen, an die zugehörigen Kassen und liefert im Gegenzug Informationen zum Bezahlstatus der Sollstellungen (Ist-Buchungen) aus den Kassensystemen an die Fachverfahren zurück. Darüber hinaus bietet die ePayBL Verwaltungen und Fachverfahren Komfortdienste an. Dazu gehört unter anderem eine Bezahlseite (Paypage), durch deren Einbindung Fachverfahren den Bezahlablauf vollständig an die ePayBL delegieren können.

Ziel:

Ermöglichung von im Internet üblichen Zahlungsverfahren im Rahmen von E-Government-Angeboten

Auf welches Ziel der Umsetzungsstrategie zahlt das Vorhaben ein?

„Deshalb wollen wir den Austausch mit der Verwaltung und die Beantragung von Leistungen für alle einfach und sicher machen. Dafür werden wir unsere Verwaltungsleistungen künftig digital anbieten und auch die Verwaltung selbst weiter digitalisieren und modernisieren.“

Schwerpunkt: Der Staat als Dienstleister

Umsetzungsschritte:

  • Die Basisversion der ePayBL 4.0 bietet neben vier großen Releases auch Zwischenlieferungen an, um den Stakeholdern schnelles Feedback und steuernde Eingriffe zu ermöglichen. (laufend)
  • Ein detaillierter Zeitplan bis Mitte 2021 – inklusive Softwareentwicklung bis zur Auslieferung – ist in der Entwicklergemeinschaft mit den Bundesländern abgestimmt. (erledigt)