Umsetzungsstrategie Digitalisierung

Deutschland ist Vertragsstaat der Klimarahmenkonvention und hat das Übereinkommen von Paris ratifiziert. Die deutsche Langfriststrategie, der Klimaschutzplan 2050, sieht vor, dass Deutschland bis 2050 seine Treibhausgas- emissionen um 80 % bis 95 % im Vergleich zu 1990 reduziert beziehungsweise weitgehend treibhausgasneutral wird.

Modul 1:
In einem fortlaufenden Vorhaben wird die ressortübergreifende Umsetzungsstrategie des Bundes klimapolitisch begleitet. Es werden Werkzeuge und Wissen bereitgestellt, mit denen die Ressorts die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Minderung der Treibhaus-gasemissionen ex ante und ex post abschätzen (lassen) können. Die Wissenschaftsplattform Klimaschutz wird entsprechend eingebunden.

Modul 2:
Um bis zur Mitte des Jahrhunderts weitgehende Treibhausgasneutralität zu erreichen, muss auch die Industrie ihren Beitrag leisten, die Träger von Investitionen, Innovationen und Beschäftigung ist. Mit Blick auf Klimaverträglichkeit stehen vor allem die Branchen Eisen und Stahl, Nichteisen-Metallurgie, Zement und Kalk sowie die chemische Industrie vor besonderen Herausforderungen. Einige der für Deutschland wichtigen (Grundstoff-) Industrien können die erforderlichen Klimaschutzbeiträge nur mit technologischen Sprunginnovationen realisieren. Hier setzt das im Koalitionsvertrag vorgesehene Förderprogramm „Dekarbonisierung“ an, das 2020 starten soll.

Ziele:

Perspektivisch: Treibhausgasneutrale Ausgestaltung der digitalpolitischen Aktivitäten der Bundesregierung

Hebung der mit der Digitalisierung verbundenen Dekarbonisierungspotenziale in industriellen Prozessen

Auf welches Ziel der Umsetzungsstrategie zahlt das Vorhaben ein?

„Die langfristige Sicherung nachhaltigen Wohlstands und des sozialen Zusammenhalts in Deutschland, Europa und der Welt."

Schwerpunkt: Digitale Innovationen für Umwelt, Klima und Ressource

Umsetzungsschritte:

  • Einrichtung eines Fachgebiets „Digitalisierung und Klimaschutz“ im Umweltbundesamt. (in Planung)
  • Bereitstellung von Werkzeugen und Wissen, mit denen die Ressorts die Auswirkungen ihrer Aktivitäten im Rahmen der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung zur Gestaltung des digitalen Wandels auf die Minderung der Treibhausgasemissionen ex ante und ex post abschätzen (lassen) können. (in Planung)
  • Regelmäßiger Bericht an den Kabinettsausschuss Digitalisierung über die Klimawirkung der beschlossenen Umsetzungsmaßnahmen. (ausstehend)
  • Im Rahmen des Umweltinnnovationsprogramms hat das BMU ein neues Förderfenster „Dekarbonisierung“ eingerichtet, das sich vor allem an Unternehmen der energieintensiven Branchen mit prozessbedingten Treibhausgasemissionen wie Stahl, Zement, Kalk und Chemie richtet. Aus dem Energie- und Klimafonds (EKF) stehen dafür 45 Millionen Euro zur Verfügung. (laufend)